Die Vorbereitungen zur Landesgartenschau (Laga) 2018 nehmen zunehmend konkrete Formen an. Auch der Förderverein geht nun mit seinen Vorhaben weiter in die Tiefe. Volksstimme-Redakteur Mario Kraus sprach damit dem Vorsitzenden Dr. Udo Vogt.

Volksstimme: Der kommende Abriss der Schlachthofes, die Planungen für Goethepark oder Flickschupark ... Geht mit allen diesen Vorhaben auch eine intensivere Arbeit des Laga-Fördervereins einher?

Udo Vogt: Wir leisten nicht erst seit Bekanntgabe dieser Vorhaben eine intensive Arbeit. Der Verein ist stetig gewachsen, begleitet Projekte, setzte und setzt seit 2011 viele Akzente, die ich gern nennen möchte ...

Volksstimme: ... Ja, bleiben wir jedoch zunächst bei der Gegenwart. Wieviel Mitglieder haben Sie aktuell?

Udo Vogt: Wir sind 97 Mitglieder. Ich verhehle auch nicht, dass es schon Vormerkungen beispielsweise für die 99 oder 100 gibt. Auch wenn die Zahl nicht unbedingt entscheidend ist, so zeigt die stattliche Anzahl doch, dass sich viele Bürger oder auch Firmen mit unseren Zielen und der Stadt identifizieren und sich einbringen.

Volksstimme: Welche Projekte stehen in diesem Jahr auf dem Plan?

Udo Vogt: Auf jeden Fall gehen wir in der Vereinsarbeit in die Tiefe. Das ist schon dadurch bedingt, da für die Landesgartenschau in den kommenden Monaten und Jahren die Detailarbeit beginnt und immer sichtbarer wird. So werden wir beispielsweise vier Arbeitsgruppen bilden, in denen sich unsere Mitglieder auch entsprechend ihrer Neigungen engagieren. Das sind im Einzelnen die Arbeitsgruppe Knotengarten, der in der Deichstraße entstehen soll, die Arbeitsgruppe Foto und Dokumentation, die die einzelnen Entwicklungsschritte auch mit dem jeweiligen historischen Bezug begleiten wird, darüber hinaus die Arbeitsgruppe Weinberg, die ihren Anteil zur Pflege des Areals übernimmt und eine Arbeitsgruppe Veranstaltungen/Öffentlichkeitsarbeit. Wenn alle Gruppen intensiv arbeiten, ist das ein wichtiger flankierender Schub für die Landesgartenschau, den die Verwaltung und die noch zu gründende GmbH allein gar nicht leisten können.

Volksstimme: Die Diskussion um den Brunnen hat doch auch gezeigt, dass es viele Fragen in Richtung der Laga-Planer gibt.

Udo Vogt: Selbstverständlich. Diesen Fragen könnte und muss sich die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit annehmen. Denn es ist wichtig - und unsere Vorstellungen gehen in diese Richtung -, dass beispielsweise im Frühjahr und Herbst auch Rundgänge mit dem Planungsbüro durch das Laga-Gelände angeboten werden. Dadurch gibt es Möglichkeiten, direkt mit den Fachleuten ins Gespräch zu kommen und Hintergründe für bestimmte Planungsschritte zu erfahren. Ich denke, darüber werden sich viele Burger und Interessierte freuen und diese Chancen nutzen.

Volksstimme: Blicken wir jetzt auf die von Ihnen eingangs erwähnten Akzente zurück. Welches Resümee ziehen Sie beispielsweise für 2013?

Udo Vogt: Wir waren als Verein vielfältig präsent. Ich denke da nur an die Blumenampelaktion zur Verschönerung der Burger Innenstadt, das Pflanzen von Blumenzwiebeln an der Schwimmhalle, am Marktkauf, Westring oder an der Neuen Kaserne. Außerdem informierten wir über die Laga beim Autofrühling, Frühlingsmarkt oder Gärtnermarkt, was übrigens auch in diesem Jahr so sein wird. Wichtig ist auch zu erwähnen, dass wir personell in dem landschaftsarchitektonischen Laga-Wettbewerb intensiv eingebunden waren. Und auch eine Busfahrt ins brandenburgische Prenzlau zu dortigen Gartenausstellung mit 40 Mitgliedern war lehrreich. Solch eine Tour planen wir auch für dieses Jahr, weil sie viele neuen Erkenntnisse vermittelt. Einzelheiten und weitere Punkte wollen wir auf unserer Mitgliederversammlung am 26. März In der Alten Kaserne beraten.