Gommern (da) l Neben der Mobilität gehört das Wohnen zu den wichtigsten Herausforderungen für ältere Menschen. Die erste Themenveranstaltung der Kreis-Seniorenvertretung im Jahr 2014 widmete sich dem Thema "Wohnen im Alter". Dazu war die Seniorenvertretung nach Gommern gekommen. Über 40 Interessierte waren erschienen, um den Ausführungen von Anne Nieter von der Gesellschaft für Prävention im Alter sowie des Gesundheitswirts Martin Lehwald zu hören.

93 Prozent der Menschen über 65 Jahre wohnen weiter in ihrer normalen Wohnung und sind auch nicht bereit dort auszuziehen. Nur rund fünf Prozent der älteren Menschen sind in eine Pflegeeinrichtung umgezogen. Das stellte Nieter in ihrem Vortrag fest. "Damit das Wohnen in den eigenen vier Wänden auch weiter den Wünschen der älteren Menschen entspricht, muss die Wohnung diesen Forderungen angepasst werden", erklärte die Mitarbeiterin von der Gesellschaft für Prävention im Alter. Keine Stufen und Schwellen, einfach und bequem zu beheizen und großzügig geschnitten sollte die Wohnung sein.

Martin Lehwald betonte, dass pflegebedürftige ältere Menschen detaillierte und persönliche Fragen direkt mit ihrer Pflegekasse abklären sollen. Dabei kann es um den Erhalt von Fördermitteln gehen oder wie ein Antrag gestellt werden muss, um Unterstützung beim Umbau zu erhalten. "Das gesamte Thema des Wohnen im Alter wird in der Zukunft weiter zunehmen. Deshalb wird sich die Kreis-Seniorenvertretung auch weiterhin diesem Thema widmen", erklärte abschließend Fritz Sperling, Pressesprecher der Kreis-Seniorenvertretung.