Gesungen, gefeiert, getanzt und gesammelt - die Benefizveranstaltung des Rotary Clubs Burg-Genthin am Sonnabend in der Burger Stadthalle hat sich gelohnt. 3200 Euro sind für ein Sozialprojekt in Afrika zusammengekommen.

Burg l Die Stimmung war ausgelassen in der Burger Stadthalle. Die Band Schmerzlos sorgte mit bekannten Hits wie "It never rains in Southern California" oder I`ll meet you at midnight" und vielen mehr dafür, dass die Tanzfläche bis nach Mitternacht nur in den Pausen leer war. Die Band hatte nur ein Ziel: "Wir wollen heute ein bisschen Freude auf den vielen Gesichtern zaubern", kündigte Gitarrist und Sänger Burkhard Meyer an. Und es sollte funktionieren.

251 Gäste waren der Einladung des Rotary Clubs gefolgt und sogten für einen gelungenen Abend. "Von der Resonanz war ich schon überrascht. Ich hatte mit 100 bis 150 Anmeldungen gerechnet", sagte ein sichtlich zufriedener Rotary-Präsident Rainer Aumann. Anlass für die Einladung war ein Sozialprojekt der Theologischen Hochschule Friedensau in Tansania, was der Rotary Club Burg-Genthin seit eineinhalb Jahren unterstützt. Mit Spendengeldern soll ein Lehrer finanziert werden, der Vorschulkinder der Massai auf die Schule vorbereitet. "Bildung ist für uns so selbstverständlich wie das Wasser aus dem Wasserhahn, doch dort unten ist allein der Zugang zur Bildung extrem schwierig. Eine Schulpflicht gibt es nicht", erklärte Dr. Stefan Höschele von der Hochschule. Für dieses Projekt sind an dem Abend insgesamt 3200 Euro zusammengekommen. "Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Die rege Teilnahme und die Spendenbereitschaft zeigt die Anteilnahme der Gäste für das Schicksal eines Volkes im entfernten Afrika. Dafür war ich sehr dankbar", machte Aumann deutlich.

Höhepunkte des Abends war sicher der Auftritt von Hope Nabukenya aus Uganda. Die Studentin spielte gemeinsam mit der Band einige Lieder und sorgte mit ihrem "Amacing Grace" für Gänsehautatmosphäre in der Stadthalle. Doch auch Auftritte einer Zumba-Gruppe und von brasilianischen Breakdancern sorgten für Heiterkeit unter den Gästen. Michael Kahlfuss aus Möser besuchte zum ersten Mal eine Rotary-Veranstaltung und war sehr zufrieden. "Es ist alles sehr gut organisiert. Die Band spielt wunderschöne Musik, so dass man auch viel tanzen kann. Auch Ralf Huchel aus Ihleburg hat es nicht bereut, mal wieder zu einer Veranstaltung des Rotary Clubs zu kommen. "Es gefällt mir gut. Die Band kenne ich nur aus der Zeitung, sie überzeugen aber in echt. Ich könnte den ganzen Abend tanzen", sagte er mit einem Lächeln im Gesicht. Auch Reinbern Erben konnte der Veranstaltung nur Positives abgewinnen. "Es ist fantastisch. Schön, dass wirklich so viele Leute auf die Beine kommen und dann noch für einen guten Zweck, was will man eigentlich mehr", so der Burger.

Der Abend war es eine der größten Veranstaltungen, die der Club organisiert hat. "Wir sind ein relativ kleiner Club, und es ist ein immenser Aufwand, der hinter so einem Event steckt", machte Aumann im Nachgang deutlich. Darum wird es im nächsten Jahr wohl keine Wiederholung der Veranstaltung geben. "2015 wird es wohl einen Tag der Chöre geben, den wir veranstalten. Eine große Veranstaltung pro Jahr reicht für unseren Verein vollkommen aus", sagt der Club-Präsident.

Ein erneutes Zusammenspiel mit der Band Schmerzlos schloss er aber dennoch nicht aus. "Wir werden das ganze alternierend machen und vielleicht 2016 wieder etwas mit der Band. Unsere Veranstaltungen sollen etwas besonderes bleiben. Und je seltener sie stattfinden, umso attraktiver wird es für die Gäste", erklärte Aumann.

 

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