Für die von der Stadtverwaltung Möckern in Aussicht gestellten Fördergelder für kulturelle Veranstaltungen gibt es nun entsprechende Antragsformulare. Sie können bei der Stadtverwaltung angefordert werden.

Möckern l Die Stadt Möckern möchte künftig rund 10 000 Euro im Jahr für die Durchführung von kulturellen Veranstaltungen bereithalten, die ohne einen solchen Zuschuss nicht durchgeführt werden könnten (Volksstimme berichtete). "Nachdem im zurückliegenden Kulturausschuss der Stadt Möckern über die Idee berichtet worden ist, haben sich schon die ersten Vereine und Initiativen im Rathaus gemeldet", freut sich Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly.

Bei den eingegangenen Anträgen und Nachfragen handele es sich aber zu einem großen Teil um Veranstaltungen, die sowieso schon länger geplant sind und/oder seit Jahren schon regelmäßig stattfinden, erläutert Mareen Hensel, die für Kultur und Tourismus verantwortliche Stadtmitarbeiterin.

Dabei geht es der Stadtverwaltung mit dem neuen Kulturfördertopf doch um Veranstaltungen mit einem zu erwartenden Defizit, die sonst nicht stattfinden würden. "Oft ist doch die Sorge, ein finanzielles Risiko mit einer Veranstaltung einzugehen, zu groß", versetzt sich Mareen Hensel in die Situation von Vereinen und Privatinitiativen.

Zuschuss für Veranstaltungen, die sich selber nicht tragen

Der nun aufgestellte Fördertopf verstehe sich deswegen als eine Art Risikopartner. Steht am Ende einer Veranstaltung eine rote Zahl, kann diese durch den Zuschuss aus dem Möckeraner Kulturtopf möglicherweise ausgeglichen werden. Mit folgender Konsequenz: Bereits in den Antragsformularen wird von der Stadt ein Finanzkonzept abgefragt, und nach der erfolgten Veranstaltung muss eine Schlussrechnung vorgelegt werden. Ergibt sich aus Veranstaltung doch ein Gewinn, gibt es den in Aussicht gestellten Zuschuss eben doch nicht.

Nach aktuellen Vorstellungen der Stadtverwaltung gibt es keine festgelegte Maximalhöhe, mit der eine Veranstaltung bezuschusst werden kann, derzeit geht man aber davon aus, dass es sich um höchstens 1000 Euro pro Veranstaltung handeln dürfte. "Das kommt natürlich auch auf die Art der Veranstaltung an", erklärt Mareen Hensel. Unterschieden wird in der Verwaltung zwischen Kulturangeboten, die überall im Stadtgebiet stattfinden können, und solchen, für die kommunale Einrichtungen, wie Dorfgemeinschaftshäuser oder die Stadthalle, in Anspruch genommen werden sollen.

Das Themenfeld ist breit gefächert. Die Stadt, die hier selber nicht als Veranstalter auftreten und kapazitätsbedingt auch keine andersgeartete Unterstützung leisten möchte, freut sich auf einen bunten Ideenmix. Tanzveranstaltungen, geführte (Rad-)Wanderungen, Lesungen, Chorfeste oder sportliche Stadtmeisterschaften dürfen es sein. Einzig und allein wichtig: Es muss sich um öffentliche Veranstaltungen handeln, die jedem zugänglich sind und darüber hinaus geeignet sind, das "Wir-Gefühl" der Einheitsgemeinde Möckern zu stärken.

Bewerbungsschluss ist der 15. April

Noch bis zum 15. April können Vereine, Institutionen, Privatleute aber auch kommerziell arbeitende Antragsteller ihre Anträge bei der Stadtverwaltung einreichen. Der Kulturausschuss der Stadt soll dann zeitnah entscheiden, welche Veranstaltungen tatsächlich bezuschusst werden sollen. Damit hier nicht wertvolle Zeit ins Land streicht, dürfte es noch vor der Kommunalwahl (25. Mai) einen außerplanmäßigen Sitzungstermin für den Kultur- und Bildungsausschuss geben, erklärt Frank von Holly. Anvisiert ist hierzu bislang der 8. Mai.

In Kürze sollen weiterführende Informationen und die Antragsformulare auch auf der Internetseite der Stadt Möckern bereitstehen.

www.moeckern-flaeming.de