In Hohenwarthe ist ein ehrgeiziges Projekt angeschoben worden. Bis Ende des Jahres soll die Kindertagesstätte einen Erweiterungsanbau erhalten.

Hohenwarthe/Möser l Die Gemeinde Möser wird das Vorhaben zur Erweiterung der Hohenwarther Kindertagesstätte finanziell unterstützen. Das ist auf der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses bekannt geworden, als es um den Haushaltsplan für das laufende Jahr ging.

Aus der Gemeindekasse werden 135 000 Euro an den Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land des Deutschen Roten Kreuzes fließen. Es handelt sich um eine Zahlung, die der Träger der Kindereinrichtung "Gänseblümchen" nicht zurückzuzahlen braucht. Der Regionalverband agiert bei diesem Vorhaben auch als Bauherr. Mit dem Zuschuss soll sein notwendiger Eigenanteil zur Erlangung von Fördermitteln abgesichert werden.

Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Jerichower Land hatte im Februar einer Zuwendung in Höhe von 306 000 Euro zugestimmt.

Bis zum 31. März ist der Antrag auf Fördermittel einzureichen, sagte DRK-Vorstand Andy Martius jüngst in einem Volksstimme-Gespräch.

Die Fördermittel sollen aus dem Krippenbau-Förderprogramm kommen. Aus diesem Säckel hatte der Landkreis für die Jahre 2008 bis 2013 rund 1,8 Millionen Euro erhalten. Trotz vieler Nachfragen bei Kita-Trägern sind besagte 306 000 Euro übrig geblieben, die eigentlich hätten bis Ende 2013 ausgegeben sein müssen. Das Förderprogramm ist inzwischen um ein Jahr verlängert worden. Dieser Umstand kommt nun der Kita von Hohenwarthe zugute.

Martius sagte, dass das Projekt nun so großzügig gestaltet wird, dass im Krippenbereich der Bedarf auf lange Sicht gesichert werden kann. Derzeit arbeitet die Kindereinrichtung in diesem Bereich mit einer Sondergenehmigung.

Schon seit Jahren ist im "Gänseblümchen" die Nachfrage nach Krippenplätzen größer als das Angebot. Die Gemeinde Möser hat nachgewiesen, dass dieser Trend anhalten werde. In Hohenwarte entstehen in einem Neubaugebiet derzeit zahlreichen Eigenheime, in denen junge Familien mit Kindern wohnen.

Andy Martius sprach von einer anspruchsvollen, ja mehr als sportlichen Herausforderung, da bis zum Jahresende der Bau abnahmebereit dastehen müsse. Das sei nur möglich, wenn alle am Vorhaben beteiligten Seiten diesem Projekt höchste Priorität beimessen und die Abarbeitung der notwendigen Pläne, Genehmigungen und Unterlagen äußerst zügig erledigen.

Man sei auch mit dem Elternkuratorium im Gespräch, denn während der Bauphase ist mit beachtlichen Einschränkungen zu rechnen. Und auch die Aktivität der Eltern ist gefragt, sagte der DRK-Vorstand.

Auf der Sitzung des Hauptausschusses ist eine erste Entwurfsplanung präsentiert worden. Quer zum ursprünglichen Baukörper soll der Ersatzneubau dort angesetzt werden, wo derzeit die Krippenkinder in Containern liebevoll und mit viel Hingabe betreut und versorgt werden. Im Zuge der Neubauarbeiten soll es auch im alten Gebäudeteil zu Sanierungsarbeiten zum Beispiel an den Sanitäranlagen kommen.

"Wenn wir dieses Projekt mit allen Beteiligten bis zum Jahresende stemmen", blickte Andy Martius in die Zukunft. "Dann können wir ein ganz großes Fest feiern."