Burg l Der Burger Clausewitz-Freundeskreis plant die Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb "Lebendigste Erinnerungsstadt". Ausgerufen wurde er von der Stiftung "Lebendige Stadt" mit Sitz in Hamburg.

Immerhin seien insgesamt 15 000 Euro Preisgeld ausgelobt worden. Die Summe werde sicherlich auf andere Mitbewerber mit aufgeteilt, aber vielleicht wird an der Ausschüttung der Freundeskreis beteiligt. Mit seinen Ergebnissen, den vielfältigen Veranstaltungen und seinem gewachsenen Bekanntheitsgrad hat er eine echte Chance. Die Erinnerungsstätte zählte 2013 6500 Besucher, auch ausländische Gäste.

Kustos Klaus Möbius erklärte im Namen des Freundeskreises, dass eine Teilnahme zu begrüßen und sicher sehr nützlich wäre, um weiter an Bedeutung zu gewinnen. Eine Voraussetzung sei aber, so Möbius weiter, dass die Stadt mit ins Boot geholt werden kann. Sie sei Träger der Erinnerungsstätte, Verleiher des alljährlichen Clausewitz-Preises und zudem heiße der Wettbewerb "Lebendigste Erinnerungsstädte". Jetzt wolle man bis zum Einreichungstermin Ende April das Fakten zusammentragen, die wichtig seien, um nachzuweisen, dass die langjährige Arbeit des Clausewitz-Freundeskreises zu einer "lebendigen Erinnerungsstadt" mit beigetragen habe.

"Preiswürdig sind Projekte, die einen Beitrag zur Erinnerungskultur ihrer Stadt und Kommune leisten. Gefragt sind Projekte, die mit Erinnerung Identität stiften und der Stadtentwicklung Grundlagen und Impulse geben", heißt es in den Teilnahmebedingungen der Stiftung. Im Fokus stehe der Umgang mit der eigenen Stadtgeschichte, mit den besonderen Bauten und Räumen, historischen Ereignissen und Personen, seien sie positiv oder negativ bewertet. Und weiter ist in den Rahmenbedingungen des Wettbewerbs zu lesen: "Erinnerungsträchtige Projekte sollen Bewohnerinnen und Bewohnern, Gästen und Besuchern der Stadt - den jüngeren und den älteren - ermöglichen, Stadtgeschichte mit ihren vielen Facetten bewusst wahrnehmen zu können."

Die Stiftung "Lebendige Stadt" gibt es seit dem Jahr 2000. Sie engagiert sich unter dem Kuratoriumsvorsitzenden Alexander Otto für die Zukunft der Städte, heißt es aus Hamburg. Die städtische Vielfalt aus Arbeit, Kultur und Wohnen gelte es zu erhalten und mit zu gestalten.

Auf die Idee brachte den Freundeskreis der SPD-Landtagsabgeordnete Matthias Graner. Er hatte ein Rundschreiben der Stiftung erhalten, das auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht hat.