Möckerns Bahnhof sieht frisch saniert seiner Aufgabe als "Schnittstelle" für den öffentlichen Nahverkehr entgegen. Die Abnahme der äußeren Baumaßnahmen sei erfolgt, so Stadtbürgermeister Frank von Holly.

Möckern l Der alte Bahnhof erstrahlt in neuem Glanz. Farbe und ein aufpoliertes Umfeld tragen dazu bei, dass der Bahnhof wieder als Eingangstor zur Stadt verstanden werden könnte. Statt Bahnen fahren Busse, weswegen die landeseigene Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt (Nasa) die Sanierung mit dem sogenannten Schnittstellenprogramm unterstützt. Es hat das Ziel, attraktive Umsteigepunkte im Öffentlichen Personennahverkehrs zu schaffen.

Ein guter Teil des Bahnhofsgebäudes ist inzwischen schon vermietet worden, erklärt Bürgermeister von Holly. So etwa der ehemalige Schalterraum, der Stellwerkraum und der Aufenthaltsraum. Zu weiteren Räumlichkeiten gibt es Verhandlungsgespräche. Dazu zählt auch der Bereich, in dem ein Informationsangebot für Reisende vorgehalten werden soll. Aus der Idee eines Fahrradverleihs mit Reparaturwerkstatt wurde dagegen nichts.

Das Vorhaben, mit Hilfe des Schnittstellen-Programms, den denkmalgeschützten Bahnhof und sein Umfeld neu zu gestalten, rührt aus einer Zeit, da noch Züge nach Magdeburg und Loburg rollten. Ein Förderantrag aus dem Jahr 2011 beinhaltete eine 80-Prozent-Förderung der ermittelten Kosten in Höhe von gut 300 000 Euro.