Frühjahrszeit ist Pflanzzeit. Das trifft auch auf die Flächen des Burger Stadtwaldes zu. Beispielsweise nahe der Autobahn 2. Dort werden in diesen Tagen insgesamt 10 000 Kiefern in die Erde gesetzt. Im Bürgerholz selbst kommen zudem noch 1500 junge Lärchen hinzu.

Burg l Der Stadtwald erstreckt sich nicht nur am Rande Burgs mit dem bekannten Bürgerholz. Auch weiter Richtung Schermen an der Autobahn gehört eine Kiefernfläche dazu. Durch Sturmschäden in den vergangenen Jahren ist der Bestand arg in Mitleidenschaft gezogen worden. "Aus diesem Grund haben wir uns für eine schnellstmögliche Aufforstung entschlossen", begründet Wieland Günther von der Stadtverwaltung, der sich am Montag gemeinsam mit Revierförster Andreas Vogel ein Bild von den Arbeiten machte.

Nachdem die Reihen für die Jungpflanzen gepflügt wurden, können diese nun per Hand im Abstand von 50 Zentimetern in die Erde gesetzt werden. "5000 gemeine Kiefern und 5000 Schwarzkiefern werden auf der 4,2 Hektar großen Fläche gepflanzt", erläutert Andreas Vogel. Der Standort ist dafür ideal. "Denn beide Nadelbaumarten kommen mit dem nährstoffarmen und trockenen Boden auf dieser Fläche gut zurecht. Vor allem die Schwarzkiefer ist sehr anspruchslos und unempfindlich", erklärt der Fachmann. Diese Art sei anhand der schwarz-gefärbten, verdeckten Teile der Zapfenschuppen gut erkennbar.

Außerdem: Da der Boden auf der Sturmfläche mit vielen Steinen versehen ist, sei die Schwarzkiefer genau richtig. "Felsige Standorte sind für sie kein Problem", so Andreas Vogel. Darüber hinaus schade lang anhaltende Sonneneinstrahlung nicht. Denn die Schwarzkiefer stammt nämlich aus Südeuropa beziehungsweise Südost-Europa. Dass die kleinen Pflanzen gut anwachsen, dafür sorgte gestern noch der Regen. "Acht Liter pro Quadratmeter haben wir gemessen. Das hilft enorm", sagt Wieland Günther. Immerhin sollen die Bäumchen auch ordentlich in die Höhe sprießen, damit sie in einigen Jahren als Weihnachtsbäume viel Freude zu den Festtagen bereiten.

Tatkräftige Hilfe erhalten die beiden Forstwirte Bodo Schweitzer und Martin Syska in diesen Tagen auch von Mitarbeitern des städtischen Bauhofes. Klaus Müller und Holger Czonga stehen ihren Mann und sind mittlerweile ein eingespieltes Pflanzteam. "Auf diese Weise gehen die Arbeiten wesentlich zügiger vonstatten", so Wieland Günther. Diese gegenseitige Hilfe ermöglicht auch eine neue Personalkonstellation, wonach die Friedhofsmitarbeiter als auch die Forstwirte dem Bauhof unterstellt sind.

Im Anschluss an diese Arbeiten werden noch im Bürgerholz 1500 Lärchen gepflanzt. "Immerhin war die europäische Lärche Baum des Jahres 2012", erinnert Förster Vogel. Und im kommenden Jahr sollen noch weitere Sturmflächen aufgeforstet werden.

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