Der Markttreff Möser ist bislang eine Nischenveranstaltung. Wenn sich vom Frühjahr bis zum Herbst die lokalen Erzeuger einmal im Monat in Möser treffen, findet die Veranstaltung bislang wenig Resonanz. Das soll sich in diesem Jahr ändern.

Möser l Die Etablierung eines Marktes ist eine langwierige Angelegenheit. Nach einem Jahr soll der Markttreff in Möser noch mehr an Anziehungskraft gewinnen. Gleich mehrere Verwaltungen sorgen sich dabei um die Zukunft des Monatsmarktes. Nachdem bereits ein Logo entwickelt wurde, geht es vor allem darum, Bürger für das Projekt zu begeistern.

Ohne ausreichende Besucherzahlen, das wissen die Organisatoren der regelmäßigen Veranstaltungen, dürfte die Idee zum Scheitern verurteilt sein. In dieser Woche trafen sich deshalb die regionalen Erzeuger mit den Organisatoren in der Möseraner Verwaltung.

Die Gemeinde verzichtet bei den Markttagen auf dem Parkplatz neben dem Verwaltungsgebäude bereits auf Standgebühren. Dennoch ist das Interesse unter den lokalen Händlern bescheiden. Die lokalen Anbieter wägen vor allem ab, ob sich ein Besuch des Marktes mit einem aufwendigen Standaufbau lohnt.

Viele der Möseraner Händler, weiß Isabel Schauer von der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt, bieten ihre Waren bereits in Magdeburg an. Dort erreichen sie mehr Publikum. Entsprechend groß ist der Absatz ihrer Waren. Das Publikum in Möser ist dagegen überschaubar.

Um das zu ändern, sollen Rahmenveranstaltungen dem Markttreff die notwendige Zugstärke verleihen, schlagen die Fachleute der Landgesellschaft in Zusammenarbeit mit der Gemeinde vor. So sollen die Verkehrswacht oder die Körbelitzer Landfrauen den Markttreff mit Angeboten und Informationen ergänzen. Dazu gibt es Flyer und Plakate, die für die monatlichen Veranstaltungen werben sollen.

Ob das Konzept aufgeht, muss die Zeit zeigen. Beim nur rund 20 Kilometer entfernten Bauern- und Kleintiermarkt in Hohenseeden brauchte es auch mehrere Jahre zur Etablierung. Inzwischen kommen beinahe Tausende Besucher zu den Markttagen.

Ob das in Möser gelingt, scheint unrealistisch. Das Angebot ist dafür einfach zu klein. Daneben, meinte der Burger Imker Karl-Heinz Sperfeldt, falle es den Organisatoren schwer, an der vielbefahrenen Bundesstraße 1 auf den Markt hinzuweisen. Das Marketing für die Veranstaltung müsse sich verbessern, wünschte er sich.

Am 26. April startet die diesjährige Marktsaison am Verwaltungshaus. Die Verkehrswacht wird den Tag mit einer Fahrradaktion betreuen. Doch nur wenige Tage später gibt es erneut eine große Marktveranstaltung in Möser. Am 1. Mai laden traditionell die Gartenbaubetriebe in die Gartenstadt. Bei diesem Volksfest beginnt die Gartensaison.