Burg l Benoit Panon hat eine klare Meinung von Burg - und das nicht nur aus purer Höflichkeit: "Eine ganz nette Stadt mit freundlichen Leuten. Es gefällt mir."

Seit Februar lernt der 20-Jährige, der in Burgs Partnerstadt La Roche sur yon Jura und Sprachen studiert, Land und Leute kennen. Möglich wurde dies unter anderem, weil der Burger Freundeskreis aktive Beziehungen zu den Partnerstädten unterhält und sich dafür einsetzt, diese mit persönlichen Begegnungen zu untersetzen, freute sich Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) über das "wechselseitige Engagement" bei einem Gespräch mit dem jungen Gast.

Benoit beispielsweise kann auf diese Weise nicht nur seine Sprachkenntnisse erweitern, sondern Vereine oder Institutionen und Firmen kennenlernen. Dafür sorgen die Familie Beck, wo der junge Mann vorübergehend Zuhause ist, und Stefanie Obieglo, Leiterin der Burger Stadtbibliothek. Besuche bei der DRK-Suchtkurve, der Eltern-Kind-Gruppe im Soziokulturellen Zentrum (SKZ) oder der Verwaltung standen bisher auf dem Programm, sagte Susanne Beck. Und auch auf ganz praktische Weise konnte Benoit schon helfen, "indem er die Gebührenordnung der Bibliothek ins Französische übersetzte", so Stefanie Oieglo. Das sei wiederum für ausländische Nutzer von Vorteil.

Ziel ist es zudem, bald ein zweisprachiges Tagebuch der Städtepartnerschaft zwischen La Roche, Gummersbach und Burg zu schreiben. Auch deshalb, weil 2015 ein Jubiläumsjahr ist: 25 Jahre Partnerschaft mit Gummersbach und 10 Jahre mit La Roche.

Für Rehbaum und Heiko Jerkowski vom Freundeskreis seien derlei Treffen wichtig, um die Kontakte zu intensivieren.

Benoit reist in wenigen Tagen wieder ab.

Wird er wiederkommen? "Ja, gern", sagt er.