Tucheim l Mit einem Einführungsgottesdienst wurde Pfarrerin Annegret Lattke "i. E." am Sonntagnachmittag in der vollbesetzten Tucheimer Kirche in die Pfarrstelle eingeführt. Damit entfällt ab sofort der Nachsatz "in Entsendung". Superintendentin Ute Mertens, mit ihren Assistentinnen Pfarrerin Gudrun Scholz i. R. und Gemeindekirchenratsvorsitzende Ines Banse, berief Annegret Lattke mit Wirkung vom 1. April in das Pfarrdienstverhältnis auf Lebenszeit. Damit verbunden ist die Pfarrstelle im Kirchspiel Gloine.

Musikalisch eröffnet wurde der Einführungsgottesdienst von den Jagdhornbläsern Magdeburgerforth und den Original Fienerländer Musikanten. Die weitere musikalische Umrahmung übernahmen der Kirchenchor Tucheim-Paplitz und die Kinder Christenlehre Tucheim unter der Leitung von Klaus-Jürgen Schmidt.

In ihrer Einführungsansprache stellte die Superintendentin symbolische Verbindungen zwischen einer mitgebrachten Eisenbahnschiene einer Holzeisenbahn und dem künftigen Weg der Pfarrerin her. "In der Spur bleiben ist wichtig, auch für die Menschen.

Aber wir brauchen dafür Hilfsmittel. Sonst kann es schnell zu Irrwegen, Sackgassen und Unfällen kommen." Die dienstliche Schiene von Annegret Lattke begann am 29. März 2009 mit der Ordination im Naumburger Dom. Am 1. Juli 2010 trat die heute 34-Jährige ihren Dienst in Tucheim an. Ute Mertens: "Tucheim ist mittlerweile ihre Heimat geworden. Ihre Schienenwege führen durch das Kirchspiel und den Kirchenkreis." Annegret Lattke habe manch neue Ideen eingeführt und umgesetzt. Dazu gehören beispielsweise der Lebendige Adventskalender und der Weltgebetstag. "Ihnen ist es wichtig, als Kirche immer sichtbar und erkennbar zu sein", so die Superintendentin. In der Spur bleiben heiße, es nicht immer allen recht zu machen. Wichtig sei, Klarheit zu zeigen. Ute Mertens: "Ich wünsche Ihnen, dass es auf ihrem Weg immer einen Bahnhof zum Anhalten gibt."

Für Gemeindekirchenratsvorsitzende Ines Banse "ist es gut so, wie es gekommen ist". Man habe sich vier Jahre kennengelernt. "Sie haben dabei ein ganz schönes Tempo vorgelegt und viel Neues mitgebracht", so Ines Banse. Man sei froh und dankbar für alles.

Im Anschluss an den Einführungsgottesdienst waren alle zu einer gemeinsamen Kaffeetafel in die Gaststätte "Zum Fiener" eingeladen.

 

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