Burg (aa) l Seit Dezember ist die Ihlebrücke an der Alten Badeanstalt gesperrt. Die Stadtverwaltung hatte das Bauwerk sperren müssen, weil es nicht mehr sicher ist. Mit einer kurzfristigen Ausbesserung gibt sich die Verwaltung nicht zufrieden, sie hat einen Neubau in die Wege geleitet.

Für die Burger bedeutet die Sperrung aber, dass sie zum Teil Umwege in Kauf nehmen müssen. "Das ist doch gerade für die älteren Leute auf dem Weg zum Friedhof nicht schön. Warum dauert es denn so lange, bis man die Brücke wieder benutzen kann?", fragt der Burger Achim von Moltke.

Bernhard Ruth, Pressesprecher der Stadt Burg, erklärt das weitere Vorgehen: "Im Moment laufen die Planungen für eine neue Brücke. Die muss her, damit wir in den kommenden Jahren die Brücke nicht noch öfter reparieren müssen." Die Gelder für diese Planungen hat Bürgermeister Jörg Rehbaum bereits freigegeben. Insgesamt könnten aber für den Neubau der Brücke Kosten von rund 100000 Euro auf die Stadt zukommen.

Aktuell prüfen Fachleute, ob neben dem Brückenkörper auch die Widerlager des Bauwerks ausgetauscht werden müssen. "Dazu gehört auch eine Überprüfung des Baugrunds. Wir müssen ja sicher sein, dass Lager und Grund die neue Brücke auch tragen können", sagt Bernhard Ruth.

Bevor allerdings der erste Spatenstich für die neue Brücke aus Aluminium-Fertigteilen passieren kann, muss nach dem Abschluss der Planungen die Baumaßnahme erst einmal ausgeschrieben werden. Erst dann kann ein genauer Baustart genannt werden.

"Möglich wäre aber, dass der Neubau in den Sommermonaten über die Bühne geht", sagt Ruth.

Vom Umfang der notwendigen Arbeiten hängt auch ab, ob der Stadtrat der Investition zustimmen muss oder ob die Stadtverwaltung allein die Gelder freigeben kann. Für die Burger heißt das auch weiterhin: Die Umwege durch die Sperrung der Ihlebrücke am Ihleweg bleiben wohl noch einige Monate bestehen. "Wer die Brücke trotzdem benutzt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und spielt vielleicht sogar mit seinem Leben", warnt der Pressesprecher.

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