Die Vorsitzende des Möseraner Heimatvereins "Gartenstadt Möser", Christiane Fuchs, hielt es auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung diesmal bei ihrem Motto mit Goethe: "Kein Mensch besteht für sich allein, wir müssen all uns hilfreich sein."

Möser l Die trefflichen Worte des Dichters aus dem alten Weimar stehen nicht nur als Motto über der Versammlung, sie sind Maxime des Vereins an sich. Denn was die mehr als 100 aktiven Vereinsmitglieder und ihr Vorstand so übers Jahr bewegen, bewegen sich nicht in erster Linie für sich selbst, sondern für die Möseraner und zunehmend auch für viele Einwohner aus benachbarten Orten, wie die Vereinsvorsitzende in ihrem Rechenschaftsbericht konstatieren kann. Jüngstes Beispiel ist die Winterwanderung des Vereins, die am 1. Februar mehr als 60 Teilnehmer aus nah und fern vereinte. Ein schöner Erfolg.

Erfolgreich war insgesamt auch das Berichtsjahr 2013, obwohl bei einigen Veranstaltungen das Wetter nicht gerade ideal war. Der Rodeltag fand wegen mangelnden Schnees nicht statt, zur Winterwanderung 2013 regnete es (trotzdem 40 Teilnehmer), beim Osterfeuer pfiff ein eisiger Wind, der Weihnachtsmarkt verregnete.

Da war der Bunte Markt am 1. Mai nicht nur ein wettertechnischer Höhepunkt, sondern auch ein Besuchermagnet für Gäste weit über die Grenzen von Möser hinaus. Über die vielen Jahre hat sich herumgesprochen, dass der unter Federführung des Heimatvereins zusammen mit vielen Vereinen, Vereinigungen, Gruppen, Händlern und Gewerbetreibenden organisierte Markt eine Top-Adresse zum Kauf von Blumen- und Gemüsepflanzen, Stauden, Bäumchen, fertigen Arrangements, von frischem Obst und Gemüse von bester Qualität ist. Auch sei die zunächst befürchtete Beeinträchtigung des Tage zuvor erstmals in Möser abgehaltenen Frischemarktes "Markttreff" nicht zu spüren.

In dem Zusammenhang galt der Dank ganz besonders dem Möseraner Urgestein Heinrich Requardt, der viele Jahre lang den Maikranz für den Maibaum bindet, der dann unter dem bewundernden und manchmal auch bangen Blick der Besucher durch die Kameraden der Freiwilligen Ortsfeuerwehr allein mit Muskelkraft aufgerichtet wird.

Eine Radwanderung führte zum Tag der offenen Tür des Schiffshebewerkes Rothensee. Für weitere Anregungen für interessante Radwanderungen wäre der Heimatverein denkbar. Diese Touren würden immer sehr gut angenommen, sagte Christiane Fuchs.

Mehr und mehr entwickelt sich der Möseraner Heimatverein zu einem Träger von Kunst und Kultur. Im Sommer wurde im Zuge des Vereinsprogramms "Kultur on Tour" eine Fahrt zum Open-Air-Theaterspektakel "Les Miserables" auf dem Domplatz organisiert. Im Möseraner Bürgerzentrum gastierte erneut und wieder erfolgreich das Geschwisterpaar Tabea und Tobias Wollner. Es fanden zudem Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen statt.

Etabliert habe sich, so Christiane Fuchs, nun auch das Sommerfest des Vereins, das unter freiem Himmel vor dem Bürgerzentrum gefeiert wird.

Einen gelungenen Jahresabschluss gab es mit der Adventsfahrt zum Weihnachtsmarkt nach Annaberg-Buchholz.

Bunte Blumensträuße


Die Vereinschefin blickte auch in die Mitgliederstatistik. Im Vorjahr hatten vorwiegend aus Altersgründen neun Mitglieder den Verein verlassen. Erfreulich ist, dass im Gegegenzug sechs neue Mitglieder um Aufnahme baten. Christiane Fuchs sagte, dass sich das Sommerfest als erfolgreiche Mitgliederwerbung erwiesen habe. Das befreie den Verein aber nicht von weiteren Bemühungen, vor allem jüngere Menschen für eine Mitgliedschaft zu begeistern.

Zum Schluss wurden einige Ehrungen und Danksagungen ausgesprochen. Sie richteten sich an Heidi Seidel, Wolfgang Schober, Ulli Hoffmann, Heidemarie Dusterhoff, Dieter Stöhs und Henry Kotschik. Sie hatten sich in ganz besonderer Weise über Jahre im Verein engagiert. und wurden mit bunten Blumen beschenkt.