Neben Goethepark, Flickschupark und Weinberg sind die "Ihlegärten" Teil der Flächen, die im Rahmen der Landesgartenschau 2018 neu gestaltet werden sollen. Der Laga-Ausschuss hat der Entwurfsplanung für die "Ihlegärten" in dieser Woche zugestimmt.

Burg l Spätestens 2018 soll sich mit den "Ihlegärten" ein grünes Band durch die Burger Innenstadt ziehen, entlang der Ihle, vom Flickschupark bis zur Historischen Gerberei. Gestaltungsmöglichkeiten bieten vor allem das Außengelände der Historischen Gerberei sowie das brachliegende Grundstück Breiter Weg 43/44.

Die Gestaltung der "Ihlegärten"-Flächen war am Mittwoch Thema im Laga-Ausschuss des Burger Stadtrates. Planer Gero Heck erläuterte in einer ausführlichen Präsentation seine Entwurfsplanung.

Die Vorschläge des Planers fanden im Großen und Ganzen die Zustimmung der Ausschussmitglieder, die sich zum Teil bereits in früheren Zusammenkünften mit Planern und Mitarbeitern der Stadtverwaltung mit der Thematik vertraut gemacht hatten. Knackpunkt waren die Investitionskosten. Ursprünglich waren etwa 600 000 Euro veranschlagt. Allerdings wurden die Kosten für notwendige Sanierungsmaßnahmen der Ihle-Ufermauern bisher nur unzureichend berücksichtigt, wie am Mittwoch bekannt wurde. "Es ergeben sich Mehrkosten von etwa 100 000 Euro", eröffnete Gero Heck den Ausschussmitgliedern. Allerdings gibt es Möglichkeiten, bei der Gestaltung der Ihlegärten Abstriche in Höhe von etwa 50 000 Euro zu machen, so dass die Mehrkosten um die Hälfte schrumpfen würden. "Bei der Kleinteiligkeit der Ihlegärten sind die Einsparungsmöglichkeiten bei der Gestaltung gering", so Laga-Ausschussvorsitzender Dr. Udo Vogt. Er sieht Einsparmöglichkeiten eher bei den Projekten Flickschupark und Goethepark, um die bei den "Ihlegärten" entstehenden Mehrkosten auszugleichen. Dr. Vogt: "Wir müssen das Gesamtbudget im Blick haben. Die Aufgabe des Laga-Ausschusses sehe ich darin, die Kosten im Rahmen zu halten. Dabei dürfen wir aber auch nichts kaputt sparen."

Was die geplante Gestaltung der "Ihlegärten" betrifft, die eine neue innerstädtische Wegebeziehung (wird auch während der Landesgartenschau 2018 nicht eingezäunt sein) schafft, so ist das Kernstück eine neue Fußgängerbrücke über die Ihle, die das Grundstück am Breiten Weg mit dem Gelände an der Alten Gerberei verbindet. Baustart für die Brücke soll noch 2014 sein.

Dr. Vogt geht davon aus, dass die "Ihlegärten" auch mit 50 000 Euro weniger ansprechend und nachhaltig gestaltet werden können, mit Wegen, Einfassungen, Bänken, Geländern, Leuchten, Fahrradständern, Terrassen, Hecken, Baumgruppen und so weiter. Sowohl auf dem Außengelände der Alten Gerberei, als auch auf dem Grundstück am Breiten Weg wird es eine Terrassierung zur Ihle hin geben. "Mit den Planungen für die Ihlegärten setzen wir auch wichtige Prämissen für die einheitliche Gestaltung aller Laga-Standorte, was Lampen, Bänke, Mülleimer usw. betrifft", so Dr. Vogt.

Während die Terrassen an der Gerberei mit "Themengärten" gestaltet werden sollen, werden die geplanten Terrassen am Breiten Weg die Burger und Besucher der Landesgartenschau direkt ans Wasser führen. Planer Heck wünscht sich, dass die Leute auf der unteren Stufe dieser Terrasse sitzen und ihre Füße im Ihle-Wasser kühlen.

Über die Laga-Planungen für "Ihlegärten" und Weinberg kann man sich im Rahmen einer öffentlichen Begehung von den Planern aus erster Hand informieren lassen. Diese Begehung startet am Mittwoch, 30. April, um 17 Uhr am Weinberg.