Gommern (ssi) l Dass Klaus Bock bei der Stadtratswahl gegen die SPD antritt, hat bei der Ortsgruppe der Partei für Unmut gesorgt. "Das geht nun gar nicht und wäre parteischädigend. Klaus Bock muss sich endlich entscheiden, wo er steht", wird Vorsitzender Torsten Kahlo in einer Pressemitteilung vom Sonnabend zitiert.

Bock, Gründungsmitglied der Ortsgruppe und Stadtratsvorsitzender, kandidiert wie die Stadträte Heiko Sauermilch, Ingo Voigt und Hartmut Specht für die Freie Wählergemeinschaft Leitzkau-Gommern (FWGLG). Während Specht parteilos ist und lediglich über die SPD-Liste kandidierte, haben Voigt und Sauermilch ihre SPD-Mitgliedschaft gekündigt. Bock tat das nicht. Er kandidiert für die SPD für einen Sitz im Kreistag.

Die Vorstandsmitglieder der Ortsgruppe fordern Klaus Bock nun auf, "seine Kandidatur auf der Liste der Freien Wähler Leitzkau zurückzuziehen oder aus der SPD auszutreten und gleichzeitig seine Kandidatur auf der SPD-Kreistagsliste zurückzuziehen."

Bock erfuhr durch den Anruf der Volksstimme von den Forderungen: "Ich habe mich entschieden: für die SPD", sagte Bock verärgert. Zweimal habe er sich für ein Amt beworben - für den Kreistag und den Stadtrat. "Für den Stadtrat haben sie mich nicht auf die Liste gesetzt. Wäre ich ein Berufspolitiker, käme das einem Berufsverbot gleich", sagte er weiter. Bei der FWGLG habe er die Chance, weiter kommunalpolitisch zu arbeiten. Zu seiner Kandidatur für den Kreistag sagte er: "Ich wurde vom Kreisparteitag dafür gewählt." Ein Austritt komme für ihn nach 24 Jahren überhaupt nicht in Frage. "Wenn, dann müssen sie mich schon rausschmeißen."