Ohne größere Schadensereingisse sind die Bewohner der Einheitsgemeinde Möser in das neue Jahr gekommen. Probleme bereitete dennoch Schnee auf den Straßen und auf den Bäumen.

Möser. Der amtierende Bürgermeister Hartmut Dehne, der als Leiter des Amtes 2 auch für Ordnung und Sicherheit zuständig ist, zieht eine unspektakuläre Bilanz über die Weihnachtstage und die Stunden um den Jahreswechsel. Ihm sei von schweren Verkehrsunfällen, Bränden oder Unglücken nichts bekannt, so Hartmut Dehne auf Volksstimme-Nachfrage.

Natürlich habe der viele Schnee über die Feiertage die Mitarbeiter des Bauhofes in Schwung gehalten. Doch mit der vorhandenen, nicht immer geeigneten Technik hätten sie bewältigt, was zu bewältigen war. Nachwehen gäbe es auch jetzt noch. Gerade sei eine Meldung gekommen, dass unbedingt die vereisten Schneehaufen vor der Körbelitzer Feuerwehr beseitigt werden müssen. Ein Radlader werde das erledingen.

Fleißige Bürger

"Auch die Bürger sind in großer Mehrheit ihren Räumverpflichtungen nachgekommen", lobt der amtierende Bürgermeister, schränkt aber ein, dass es auch Mitbürger gebe, bei denen es vor dem Grundstück wie geleckt aussähe, dafür die weggeräumten Schneehaufen oder Eisplatten zwei Meter weiter auf der Straße liegen und für die Autofahrer eine große Gefahr bilden würden.

Die Schneelasten auf den Bäumen haben um Weihnachten herum auch viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren beschäftigt. Auf der Kreisstraße nach Pietzpuhl mussten zahlreiche Bäume weggeschnitten werden, um die Bruchgefahr zu bannen. Kameraden der Wehren aus Möser, Pietzpuhl und Schermen seien dazu im Einsatz gewesen. Diese Maßnahmen seien mit der zuständigen Straßenmeisterei abgestimmt worden.

Auch in Möser und Schermen sind Bäume von der Schneelast bedroht gewesen.

In dem Gebäude der einstigen Möseraner Kindertagesstätte sind einige Heizkörper geplatzt, ist jetzt festgestellt worden. Das Gebäude steht leer, und eine engmaschige Kontrolle der zum Verkauf stehenden Immobilie ist nicht möglich, so Hartmut Dehne.

Mit einem Notstromaggregat der Gemeinde Möser ist eine Familie in Schermen versorgt worden. Ihr abgelegenes Grundstück war für rund eineinhalb Tage von der Stromversorgung abgeschnitten, weil durch die Schneelast Leitungen gerissen waren. Das gleiche Schicksal ereilte die Gaststätte Bocksmühle. Hier half das Technische Hilfswerk mit einem Notstromaggregat aus. In der Ortslage Schermen war am Heiligen Abend für rund eine Stunde der Strom ausgefallen.

Straßenschäden

Das jetzige Tauwetter, so Hartmut Dehne, könnte zu Schäden an Wasserleitungen führen. Vor allem würden nun auch die ersten Straßenschäden sichtbar werden, die Frost, Feuchtigkeit und Streusalz hervorgerufen haben. Hier wird es vor allem jene Asphaltstraßen treffen, die bereits Risse oder kleine Schäden trugen, an denen das Wasser eindringen und dann das Material kaputtfrieren konnte.

Obwohl er selbst ein Schlittschuhläufer sei, warnte Hartmut Dehne davor, die Gewässer zu betreten. Vor allem jene, die man nicht kenne. Einheimische wüssten meist schon, welche Flächen einigermaßen sicher seien, doch die Gefahr lauere trotzdem. Die Verwaltung habe kein Gewässer zum Betreten freigegeben. Wer es dennoch wage, handele auf eigene Gefahr, sagt der Verwaltungsbeamte.

Mit Blick auf die nächste Schneeetappe konstatierte Dehne, dass die Gemeinde noch über ausreichend Vorräte an Streugut und Salz verfüge.