Engagierte Einwohner von Lübars haben in einem Arbeitseinsatz am Wochenende die Weichen für weitere Vorhaben gestellt. Nach einer geplanten Sanierung der Heimatstube sollen hier regelmäßig Wechselausstellungen stattfinden. Auch eine Apfelbaumallee wurde gepflanzt.

Lübars l Martin Luther wird der Satz nachgesagt, er hätte selbst dann noch einen Apfelbaum gepflanzt, wenn tags darauf die Erde unterginge. Mit ähnlichem Optimismus starten die Mitglieder des Lübarser Sport- und Heimatvereines sowie des Ortschaftsrates in die Frühlingszeit.

Zukunft des Gemeindehauses steht in den Sternen

Am Sonnabend wurde im Rahmen eines großangelegten Arbeitseinsatzes die Heimatstube grundgesäubert und auf einen kleinen Umbau vorbereitet.

Denn wenngleich die Zukunft des Gebäudes noch in den Sternen steht und zwischenzeitlich sogar der Abriss des alten Gemeindehauses schon zur Debatte stand, wollen die Vereinsleute in den Räumlichkeiten künftig neben der Dauerausstellung zur Geschichte des Dorfes auch eine Ausstellung mit regelmäßig wechselnden Themen organisieren. "Das könnte zum Beispiel mal `Rund um das Geschirr` sein", führt Jörg Hierse aus, der Vorsitzende des rührigen Vereines Lübarser Sport- und Heimatfreunde.

"Wichtig ist, dass wir unseren Besuchern immer wieder mal etwas Neues anbieten können", fügt der Lübarser Ortsbürgermeister Walter Friedrich hinzu. Wann die erste Wechsel-Ausstellung eröffnet werden kann, ist zwar noch offen, derzeit werden aber als Termin der Juli oder das Sportfest anvisiert.

18 Neue Apfelbäumchen als Allee gepflanzt

Derzeit wird das Gebäude von der Stadt Möckern zum Verkauf ausgeschrieben. Der Verein nutzt die Räume unentgeltlich, die Stadt übernimmt die Betriebskosten.

Da gerade kein Weltuntergang angekündigt war, pflanzten die Männer des Vereines am Wochenende statt nur einem gleich 18 Apfelbäumchen rund um Lübars. Laut Aussagen des Lübarser Ortsbürgermeisters handelt es sich um einen Weg, an dem schon immer Apfelbäumchen standen. Die Maßnahme auf Gemeindegrund sei zuvor mit dem Eigentümer der angrenzenden Ackerfläche abgesprochen worden. Man habe verschiedene Apfelsorten gepflanzt, sagte der Ortschef, der bei der Pflanzaktion selbst mit Hand anlegte.