Von Montag bis gestern waren die künftigen Schulkinder zu Besuch im Hort in Gommern. Dort zeigten die Erzieherinnen die Einrichtung. Heute werden sie diese auch den Eltern zeigen.

Gommern l "Es ist Absicht, dass wir zuerst den Kindern unseren Hort zeigen und dann den Eltern", erklärte Kirsten Flügge, Leiterin des Hortes "Weinbergstrolche" in Gommern. Denn zum Tag der offenen Tür, der am heutigen Donnerstag ab 16 Uhr stattfindet, können die Kinder den Eltern schon die Räume zeigen. "Die sind dann immer ganz stolz und fühlen sich richtig groß", sagte die Leiterin.

Den Eltern wird sie heute das Konzept der Einrichtung vorstellen. "Wir richten uns nach der Bildung elementar", sagte sie. Das ist eine landesweite Leitlinie, die Kinder in ihrem Entdeckungsdrang fördert und Richtlinien für kindgerechte Betreuung vorgibt. Außerdem dürfen sich die Kinder im Haus und auf dem Grundstück frei bewegen. Noch nie sei dabei ein Kind abhanden gekommen, erklärte die Leiterin. "Das ist verblüffend, funktioniert aber, weil wir den Kindern ein Stück Eigenverantwortung geben." Sie könne auch jederzeit sagen, wieviele Kinder sich wo in der Einrichtung befinden, fügte sie an.

Der Schlüssel dazu ist ein ausgeklügeltes System mit einer Pinnwand am Empfang. Dort melden sich die Kinder an, die Erzieherin setzt dann das Namensschild auf den Zeitpunkt, an dem das Kind die Einrichtung verlässt. "Damit ist klar, dass das Kind da ist und wir rufen es auch aus, wenn es zum Bus oder zum Training muss oder von Opa abgeholt wird." Solche Dinge werden natürlich vorher mit den Eltern besprochen. "Die Eltern unterschreiben uns auch, wer die Kinder abholen darf."

Zusätzlich hat jedes Kind eine Karte mit Bild und Namen. Diese hängt es an eine Art Schlüsselbrett und gibt damit an, wo es sich aufhält. "Drinnen, draußen, im Spielraum oder in der Werkstatt", zeigte Kirsten Flügge. Auch das habe mehrere praktische Eigenheiten. "Wir wissen, wo das Kind ist. Die Kinder wissen aber auch, wo ihre Freunde sind." So können sie gezielt dort hin gehen. "Manche Angebote sind aber auch begrenzt. In die Werkstätten können nur acht Kinder gleichzeitig hinein. Hier können sie sehen, ob dort noch Platz ist."

Die zehn Erzieher sind in den Angebotsräumen und betreuen die Kinder dort. "Das bedeutet auch, dass jede Kollegin jedes Kind mit Namen kennt. Das sind 220", erklärte die Leiterin.