Der Wahlausschuss der Stadt Möckern hat am Dienstagabend im Stadthallenfoyer in öffentlicher Sitzung die Kandidaten für die anstehenden Stadtrats- und Ortschaftsratswahlen in der Einheitsgemeinde Möckern zugelassen. Dabei galt es, 322 Bewerber-Namen zu bestätigen.

Möckern l Insgesamt bewerben sich 76 Männer und Frauen für die zu vergebenden 28 Sitze im neuen Stadtrat. Für die Sessel in den 27 Ortschaftsräten haben sich sogar 246 Bewerber gefunden. Sie alle wurden von den Mitgliedern des Möckeraner Wahlausschusses für die Wahlen am 25. Mai zugelassen.

Kaum Probleme mit den eingereichten Anträgen

Es habe nur wenige Probleme bei den Vorprüfungen gegeben, und diese Formalitäten konnten schnell geklärt werden, sagte der Stadtwahlleiter Holger Maier am Dienstag. Bei den durch ihn und seine Mitarbeiter vorgenommenen Vorprüfungen wurden etwa die eingereichten Anträge auf ihre Vollständigkeit sowie die Bewerber auf ihre Wählbarkeit überprüft. Auch galt es, bei Erstbewerbern die Rechtmäßigkeit der Unterstützerunterschriften zu prüfen.

Gut 100 mal riefen der Wahlleiter und seine Stellvertreterin Roswitha Hentrich einen Wahlvorschlag von Parteien, Wählermeinschaften oder Einzelbewerbern auf. "Die Vorprüfung hat keinerlei Beanstandungen ergeben", erläuterte Holger Maier dann ebenso viele Male, um schließlich festzustellen, dass kein Ausschussmitglied Einwände gegen die Bewerber erhob. An der öffentlichen, aber kaum besuchten Sitzung im Stadthallenfoyer nahmen lediglich einige der Kandidaten teil. Auffällig ist, dass in sehr vielen Ortschaften die amtierenden Ortsbürgermeister erneut für ihren Ort antreten wollen oder sogar vorhaben, in den Stadtrat der Einheitsgemeinde Möckern zu kommen.

Nicht in allen Ortschaften werden alle Stühle besetzt

Aber nicht in allen Ortschaften werden die Ortschaftsgremien auch komplett besetzt sein: In den Ortschaften Dörnitz und Wüstenjerichow hatten die jeweiligen Wählergemeinschaften nur je sechs Kandidaten zusammenbekommen, möglich wären im Rat sieben gewesen.

In Drewitz und Reesdorf fehlen sogar jeweils zwei Kandidaten für einen kompletten Ortschaftsrat. Das ist zunächst nicht schlimm, da die Gremien dennoch beschlussfähig sind. Eine Ergänzungswahl sei daher vorerst nicht nötig, sagte Stadtwahlleiter Holger Maier. Allerdings kann die Beschlussfähigkeit des Ortschaftsrates verlorengehen, wenn durch das Ausscheiden von Ratsmitgliedern deren Anzahl auf unter fünf sinkt.

Ab dem 30. April beginnt die Ausgabe von Wahlscheinen und Briefwahlunterlagen. Die Wahl erfolgt am Sonntag, 25. Mai, von 8 bis 18 Uhr. Die Wahlhelfer müssen neben den Ortschafts- und Stadtratswahlen auch die Wahlzettel für den Kreistag, den Landrat und die Europawahl auszählen. Das endgültige amtliche Wahlergebnis teilt der Wahlausschuss am 3. Juni mit.