Über drei laufende bzw. geplante Bauvorhaben rund um den Burger Rolandplatz informierte sich gestern Bauminister Thomas Webel (CDU).

Burg l Erste Station war das künftige "Wohnquartier am Rolandplatz". Seit 2007 laufen die Planungen, in historischen Gebäuden, unter anderem einer alten Brauerei, und Neubauten über 100 Wohneinheiten für rollstuhlgerechtes, barrierefreies bzw. ambulant-betreutes Wohnen im Alter zu schaffen. 2013 fanden nun im Innenbereich des Areals umfangreiche Abrissmaßnahmen statt, um Baufreiheit zu schaffen. Heiko Neumann, als Vertreter der Investorin Angela Neumann, sowie Planer Marco Kelle zeigten dem Minister und weiteren Interessierten, darunter der Referatsleiter im Innenministerium und CDU-Landratskandidat Lutz-Georg Berkling, die Pläne und berichteten über den aktuellen Stand. Dieser sieht so aus, dass, bevor es endlich richtig losgehen kann, noch eine Finanzierungslücke geschlossen werden muss. "Die Schäden an der denkmalgeschützten Altbausubstanz haben in den langen Jahren der Planungen erheblich zugenommen, so dass mehr Geld als anfangs geplant gebraucht wird", erklärte Planer Marco Kelle, der hofft, dass neben zusätzlichem privaten Kapital auch weitere Landes- bzw. Bundesmittel ins Projekt fließen. Mehr als 13 Millionen Euro sollen in das "Wohnquartier am Rolandplatz" investiert werden. Als potenzieller Betreiber steht das DRK bereit, dessen Geschäftsführer Frank-Michael Ruth gestern ebenfalls vor Ort war.

Weiterhin verschaffte sich Webel gestern einen Eindruck vom Ausbau der Magdeburger Straße. Sonnhild Noack, Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung/Bau in der Burger Stadtverwaltung, konnte vor Ort informieren, dass die Bauarbeiten im Zeitplan liegen. Der laufende zweite Bauabschnitt war Anfang März begonnen worden. Die viel befahrene Magdeburger Straße erhält eine Bitumendecke und wird auf 6,50 Meter Breite ausgebaut.

Dritte und letzte Station gestern in Burg war für Minister Webel die ehemalige Schwab-Schule. Für das leerstehende Schulgebäude zwischen Schartauer und Jacobistraße soll es eine Zukunft geben, wenn die evangelische Grundschule wie geplant von Gut Lüben ins Stadtzentrum umzieht.

Entsprechende Pläne hatten die Johannes-Schulstiftung, Trägerin der Evangelischen Grundschule Burg, und die Stadt Burg, Eigentümerin des Gebäudes, Ende Februar präsentiert. Waren die Kosten für die Sanierung des Schulgebäudes mit Turnhalle zuerst auf etwa 4,5 Millionen Euro veranschlagt worden, würden nach neuesten Berechnungen, so Markus Kurze gestern, nur gut drei Millionen Euro gebraucht. Minister Webel schätze es als realistisch ein, dass die Sanierung mit Fördermitteln in drei Jahren, bis zur Landesgartenschau 2018, durchgezogen werden könnte.

Markus Kurze zeigt sich erfreut, dass dieses Projekt in nur einem halben Jahr schon sehr weit gediehen sei und lobte die Zusammenarbeit von Bauministerium und Stadt Burg.