Magdeburgerforth l "Es hat sich gezeigt, dass, wenn viele mitziehen, viel erreicht werden kann", machte Roland Schuppe, Vorsitzender des Fördervereins zur Unterstützung der Ausbildung von Forstwirten und Forstwirtschaftsmeistern, in seinem Rechenschaftsbericht auf der Jahreshauptversammlung deutlich. Der Förderverein feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen.

Zu den Schwerpunktaufgaben zählt der Förderverein die Mitwirkung und Unterstützung zum Erhalt der Ausbildung von Forstwirten. So ist die Anzahl der Auszubildenden ab 2015 noch offen. "Es gilt, aufmerksam zu bleiben", machte Reinhold Sabsch, Leiter des Forstlichen Bildungszentrums Magdeburgerforth, deutlich. Es müssten soviel Azubis sein, dass die Bewirtschaftung des Waldes auch weiterhin gesichert ist. Reinhold Sabsch: "Da reichen zehn bis 15 Auszubildende pro Jahr nicht aus." Wird das nicht gewährleistet, droht ein Fachkräftemangel. Und der könne ja nicht gewollt sein.

Kürzlich weilten vier Azubis des dritten Lehrjahres gemeinsam mit Berufsschullehrer Uwe Pannecke und Reinhold Sabsch bei Hermann Onko Aeikens, Sachsen-Anhalts Minister für Landwirtschaft und Umwelt. "Sie haben dort ihre Meinung vertreten und viele Dinge nachgefragt", so Uwe Pannecke. Das Resümee dieses Gedankenaustausches fasste Pannecke so zusammen: "Der Minister steht hinter der Forstwirt-Ausbildung und unterstützt diese auch."

Kopfzerbrechen bereitet nach wie vor die Ausbildung von Forstwirten in privaten Betrieben. Der Förderverein unterstützt solche Betriebe mit Fachbüchern. Dirk Schwamm und Wolf Lützow mahnten an, bei der Gewinnung von privaten Ausbildungsbetrieben nicht nachzulassen, auch wenn sich zurzeit nur wenige dieser Betriebe zu einer Ausbildung durchringen können.

In die Pflicht genommen seien auch die Arbeitsämter in den jeweiligen Landkreisen, eine Ausbildung zum Forstwirt anzubieten. Aus Erfahrungen berichteten einige Fördervereinsmitglieder, dass einige Arbeitsämter gar nicht wissen, dass es diese Ausbildung in Sachsen-Anhalt gibt. So wurde beispielsweise in Gardelegen jemandem geraten, er möge nach Süddeutschland gehen, weil es diese Ausbildung in Sachsen-Anhalt nicht gäbe.

Auf den Berufsbildungsmessen im Landkreis Jerichower Land gibt es stets einen informativen Stand zur Forstwirt-ausbildung.

Auf eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Heimatverein "Gloinetal" Magdeburgerforth und dem Förderverein wies Dieter Roefe hin. "Wir erwarten, dass diese Zusammenarbeit mit dem Förderverein auch 2014 auf diesem Niveau bleibt." Und mit Blick auf die Forstwirtausbildung sei "es wichtig, bekannt zu sein und zu bleiben", machte Dieter Roefe deutlich.

Wie schon in den Jahren zuvor pflanzte der Förderverein zum Abschluss der Jahreshauptversammlung den Baum des Jahres, der in diesem Jahr die Trauben-Eiche ist. Fördervereinsvorsitzender Roland Schuppe pflanzte ihn persönlich ein.

Der Förderverein zählt derzeit 39 Mitglieder, von denen 18 an der Jahreshauptversammlung teilnahmen. Im vergangenen Jahr standen sechs Abgängen zwei Zugänge gegenüber.