15 Männer und Frauen haben am Sonnabend in Gommern die Prüfung zum Truppmann I absolviert. Stadtwehrleiter Heiner Wolter ist zufrieden.

Gommern l Wochenlang haben die zwölf Männer und drei Frauen ihre Sonnabende gemeinsam verbracht. Von 8 bis 15 Uhr lernten sie die Grundbegriffe der Feuerwehr: verschiedene Knoten, das Legen einer Saugstrecke und das, "was sie alle im Schlaf können müssen", wie Prüfer Heiko Sauermilch sagte, den Löschangriff mit und ohne Bereitstellung. "Bereitstellung bedeutet, den Aufbau bis zum Verteiler auszuführen und dann auf weitere Befehle zu warten", erklärte Sauermilch. "Das wird nicht benötigt, wenn schon vor dem Aufbau klar ist, wo angegriffen wird", fügte er an.

Den Theorieteil hatten alle Prüflinge schon hinter sich, als sie auf dem Gelände der Gommeraner Wehr die Feuerwehrtechnik erklären oder eben den Löschangriff zeigen mussten.

Mit 55 Jahren war Bernd Zimmermann der älteste Prüfling. Er habe in der Zeitung gelesen, dass die Feuerwehr Leute sucht. "Das stand immer wieder drin. Deswegen habe ich mich gemeldet", sagte der Wahlitzer. Er habe einen Lkw-Führerschein, den er eigentlich nicht braucht. "Früher war ich Trucker, heute arbeite ich als Hausmeister im Pflegeheim. Als Feuerwehrmann kann ich den Schein noch für etwas Gutes einsetzen", erklärte er. Deswegen will er sich zum Maschinisten ausbilden lassen. "An vorderster Front muss ich in meinem Alter nicht mehr kämpfen. Aber aufpassen, dass die Technik funktioniert und das Fahrzeug fährt, das geht allemal", sagte Zimmermann. Die Truppmann-Prüfung hat er wie seine 14 Mitstreiter am Sonnabend bestanden. Den theoretischen Teil absolvierte er sogar ohne Fehler. Zwei Jahre hat die Ausbildung insgesamt gedauert. Bernd Zimmermann, Matthias Fickel, Kai Stockhausen, Lennard Kämpf, Moritz Ernst, Felix Lippold (alle Feuerwehr Wahlitz), Joschka Philipp, Julia Schütze, Florian Bachnick (Gommern), Sina Wilke, Marco Thiel, Dennis Seidler (alle Menz), Karsten Heyder (Ladeburg) und Mandy Weidner aus Dannigkow haben sich vorgenommen, sich einmal im Jahr in dieser Zusammensetzung zu treffen. Schließlich hatten alle miteinander Spaß bei der Ausbildung,

Heiner Wolter: "Ich bin zufrieden mit der Leistung, alle haben bestanden. 15 neue Feuerwehrleute für die Gemeinde ist eine gute Zahl."