Die Mitglieder des Möseraner Gemeinderates haben der Änderung des Bebauungsplanes "Riebebergsbreite" von Möser zugestimmt. Hintergrund ist, dass für den Bau eines Gebäudes mit 54 Appartements für ambulantes betreutes, altersgerechtes Wohnen Baurecht geschaffen werden soll.

Möser l So hitzig wie im Bauausschuss und im Möseraner Ortschaftsrat war die Diskussion um das Bauvorhaben zwar nicht, das Projekt bleibt aber umstritten. Knackpunkt ist vor allem der Baukörper des Gebäudes. In einem Areal, in dem bisher lediglich flache Einfamilienhäuser errichtet werden dürfen, soll nun ein dreigeschossiges Gebäude am Krokusweg entstehen.

Dr. Michael Krause aus Möser machte aus seinen Vorbehalten keinen Hehl. Der Block sei zu klobig, passe nicht in das dörfliche Umfeld. Außerdem werde es mit Parkflächen für Autos ein großes Problem geben. Zusätzlich müsse mit regem Verkehr von Pflegediensten und Versorgern gerechnet werden. Er würde einer Änderung des B-Planes, der nun eine dreigeschossige Bauweise zuließe, nicht zustimmen.

Auf die Höhe der Bauten kam Gemeindebürgermeister Bernd Köppen zurück. Bisher sei eine eineinhalbgeschossige Bauweise zugelassen. Eine Firsthöhe von 8,80 Meter sei dabei zulässig. Bei 11,14 Meter würde die Firsthöhe des geplanten Gebäudes liegen.

Günter Lauenroth fügte an, dass man das Parkproblem nicht unterschätzen solle. Man habe mit dem Bau eines Seniorenheimes in Lostau entsprechende Erfahrungen gemacht. Dennoch, sagte Lauenroth, brauchte man zunächst noch nicht über die konkrete Bauausführung zu debattieren. Außerdem würden es zu einer gesetzlich vorgesehenen Beteiligung der Bürger kommen. Jetzt solle erst beschlossen werden, ob man den Bebauungsplan überhaupt ändern würde, um dem Investor grünes Licht zu signalisieren .

Letztendlich stimmten 13 Ratsmitglieder für die Änderung, drei enthielten sich und es gab eine Nein-Stimme.