Viel Arbeit und wenig Personal. Das ist die aktuelle Situation im Bau- und Ordnungsamt der Stadt Möckern. Dennoch hat man sich viel vorgenommen für das laufende Haushaltsjahr.

Möckern/Loburg l "Wir wollen die vielen kleinen Dinge erledigen", sagt Stadtbürgermeister Frank von Holly am Donnerstagabend in der Sitzung des Bauausschusses. Er meint die vielen abgesenkten Bordsteine, die klappernden Kanaldeckel und all die anderen Dinge, die bei keiner Einwohnerfragestunde unerwähnt bleiben, egal in welchem Ort sie stattfindet.

Tatsächlich fanden in einigen Orten schon Begehungen mit dem neuen Sachbearbeiter für Tiefbau, Matthias Pionk, statt. "Herr Pionk arbeitet sich jetzt in die Sachen ein", so der Stadtbürgermeister. Er spricht von vielen noch zu erledigenden Restarbeiten, aber auch von ersten vorliegenden Förderbescheiden für diverse Straßenbauvorhaben, nennt erste Auftragsvergaben.

"Wir haben derzeit einen Rückstau offener Dinge von etwa drei bis vier Jahren", schätzt Frank von Holly. Das habe nicht nur etwas mit dem krankheitsbedingten Ausfall des bisherigen Bauamtsleiter Mathias Klack zu tun. Derzeit gelte: "Alte Zusagen zu offenen Maßnahmen in den Orten gelten nicht mehr. Wir fangen wieder bei Null an", verdeutlicht der Stadtbürgermeister in der Bauausschusssitzung im Ratssaal von Loburg.

"Wir fangen noch einmal bei Null an. Die alten Zusagen gelten nicht mehr."

Frank von Holly

Für die Sanierung von Schäden in Gemeindestraßen sind für das laufende Jahr 2014 rund 150 000 Euro in den - noch nicht beschlossenen - Haushalt eingestellt.

Ob das denn nicht zu wenig sei, fragt Bauausschussmitglied Maik Schulz. Klingt vielleicht so, aber tatsächlich wurde in den vergangenen Jahren noch nie geschafft, diese Summe auch wirklich auszugeben, erklärt Stadtbürgermeister Frank von Holly: "Wir können froh sein, wenn wir das überhaupt alles schaffen.

Das Problem dürfte auch in der dünnen Personaldecke begründet sein: Die im November eingestellte Bau- und Ordnungsamtsleiterin Katrin Wacker begibt sich in den Mutterschaftsurlaub, sie soll durch Ute Pinkes vertreten werden, diese wiederum durch einen anderen Kollegen.

Um so wichtiger sei es da, wenn manche Aufgaben auch in den Orten selbst erledigt werden können. Frank von Holly nennt hier etwa die Situation auf den teils maroden Spielplätzen in den Dörfern. "Wir werden dort nicht in allen Fällen und sofort tätig werden können. Wenn also hier die Einwohner oder der Ortschaftsrat - wie jetzt in Büden - die Sanierung des Spielplatzes selbst in die Hand nehmen wollen, dann sind wir sehr dankbar und unterstützen das aufs Höchste."

Wegen der derzeitigen Situation hatte die Stadtverwaltung auch den Antrag gestellt, die versprochenen Fördergelder für die notwendige Burgsanierung in Loburg bis zum Jahresende aufschieben zu dürfen. Dies wurde nun auch so genehmigt, berichtet Frank von Holly. Zunächst galt, dass die Fördergelder schon bis Jahresmitte verwendet werden müssten.