In zahlreichen Ortschaften der Einheitsgemeinde Möckern ist am Mittwochabend der Wonnemonat Mai ausgiebig begrüßt worden. Zu Maifeuer, Fackelumzügen und Tanzveranstaltungen kamen die Menschen zusammen. Der Donnerstag stand in vielen Orten im Zeichen des Sports.

Möckern l Traditionell wird ein Maibaum an zentraler Stelle aufgestellt. In den meisten Ortschaften war das auch der Fall. Und wo es noch eine Feuerwehr gibt, da waren es zumeist die Kameraden, die den anstrengenden Auftrag übernahmen. So auch in Möckern, wo die Birke ihren Stammplatz nicht etwa am Rathaus, sondern gleich neben dem Feuerwehrgerätehaus hat. Der Wehrleiter Torsten Quandt nutzte die Gelegenheit, die Kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz beim Hochwasser im vergangenen Jahr zu ehren. Stellvertretend für alle Kameraden übergab Quandt den Gruppenführern die Fluthelfernadeln.

Die Möckeraner Feuerwehrleute machen seit Jahren aus dem Maifeier-Brauch ein kleines Volksfest, das von vielen Besuchern gerne angenommen wird. Praktisch dabei: Nur wenige Meter weiter ist auch gleich der Brennplatz für das Maifeuer.

Loburger Baum besteht erstmals aus Holz und Stahl

Einen etwas weiteren Weg zwischen Maibaum und Klönplatz legen traditionell die Loburger zurück. Denn der Maibaum steht auf dem Marktplatz und der gesellige Ausklang erfolgt am Gerätehaus. Dazwischen ist der Fackel- und Laternenumzug durch die Stadt eingeplant.

Der Loburger Maibaum ist erstmals nicht komplett Natur. Er besteht in diesem Jahr zu zwei Dritteln aus Stahl. Nur die Spitze ist original Birke. Am Mittwochabend richteten Kameraden der Feuerwehr den modernen Traditionsbaum auf dem Marktplatz auf. Mit der Variante will man verhindern, dass der Maibaum wieder umgesägt wird. Dreimal geschah dies in der Vergangenheit nämlich schon, erklärte der Loburger Ortswehrleiter Heiko Bartel.

Einen Strich durch die Rechnung machte den Loburgern auch der Landkreis, der einen Fackelumzug mit Nutzung der Bundesstraße nicht genehmigte, erklärte der Loburger Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann. Daher fiel der Umzug kleiner aus als geplant. "So bekommt man die Kultur im Ort auch kaputt", ärgerte sich Wünschmann. Auch die kürzere Variante dürfte besonders den Kindern viel Spaß gemacht haben.

 

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