Etwas kleiner in der Organisation, aber dennoch mit großer Resonanz: So lässt sich der 1. Mai auf dem Hof der Gerberei in Burg umschreiben. Der musikalische Frühschoppen des Burger Heimatvereins traf den Nerv von etwa 800 Besuchern.

Burg l "Die Dankbarkeit ist die schönste Anerkennung", resümierte Rosemarie Freye vom Heimatverein. Denn amDonnerstag wurde eindrucksvoll bewiesen: Auch mit einem kleineren Programm als die bisherigen aufwendig auf die Beine gestellten Hoffeste lassen sich Gäste in das Herz der Altstadt locken. "Und ein musikalischer Frühschoppen ist mal etwas anderes", freute sich Vereinschef Lutz Freye, der mit seinen etwa 15 Mitstreitern kaum Luft hatte, die schönen Stunden selbst zu genießen. "Wir waren im Dauerstress." Derweil hatten die Besucher ausgiebig Zeit, unterhaltsame Stunden zu verleben. Dazu beigetragen hat auf jeden Fall die Gruppe "Nightlife" aus Schönebeck, die auf dem Freigelände bekannte Lieder von Helene Fischer bis Udo Jürgens erklingen ließ und somit den Nerv des Publikums musikalisch traf. Und wer in die Burger Stadtgeschichte eintauchen wollte, hatte in der Gerberei mit den Ausstellungen ausreichend Gelegenheit dazu. Karin Hönicke beispielsweise war als Fachfrau der Schuhproduktion eine gefragte Gesprächspartnerin. Daneben waren auch Strick- oder Häkelwaren sowie Puppenartikel gefragt. Und Bücher von Heimatautor Paul Nüchterlein gehören bei solch einem Heimatfest schlichtweg dazu.

Mit dem musikalischen Frühschoppen wollte der Heimatverein mit seinen 50 Mitgliedern auch zeigen, dass er sich weiter für die Stadt einbringen wolle - auch unter personell nicht einfachen Bedingungen. "Wir haben im vergangenen Jahr unser Vereinsleben wieder aktivieren können", sagte Freye. Dazu zählen beispielsweise acht Lesungen, 60 Stadtführungen, die Museumsnacht oder ein Spieleabend. Einmal in der Woche - jeweils mittwochs von 13.30 bis 16.30 Uhr - steht von nun an immer ein Ansprechpartner in der Hainstraße zur Verfügung. An diesem Tag finden auch die Arbeitseinsätze statt.

   

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