Mit großem Besucherandrang wurde am Sonnabend die Ausstellung "Textile Zeichen" von Erika Koch in Leitzkau eröffnet. Der Maler Klaus Fezer hielt die Laudatio für die Wanzleberin.

Leitzkau l Erst im vergangenen Jahr war Erika Koch mit einer Gruppe verschiedener Textilgestalter in Leitzkau, am Sonnabend eröffnete sie nun ihre Einzelausstellung "Textile Zeichen." Rund 50 Besucher waren dabei, als Klaus Fezer einige erläuternde Worte über die Werke der Wanzleber Textilgestalterin sagte. Die Künstlerin beschäftige sich fast 40 Jahre mit der Textilkunst, habe fachspezifische Studiengänge belegt und unterrichtet selbst die verschiedenen Techniken. Sie sei seit 1992 freiberuflich tätig, sei Dozentin im Europäischen Bildungswerk gewesen und habe den Kulturpreis des Bördekreises gewonnen.

Der Maler beschrieb das Wirken von Erika Koch als vielfältigem Umgang mit "Farbe und Material, mit Gegenständlichem und Abstraktem." Die Farbe nutze sie von fließend weich bis zur expressiven Verwendung, sie stelle bei Koch Gegenständliches dar, werde aber auch zur Reduzierung auf Zeichen und Symbole benutzt.

"Das Material hat in der Textilgestaltung generell einen hohen Stellenwert", hob der Redner hervor. Bei der Künstlerin finden sich sowohl Stoffe als auch stoffliche Materialien, wie beispielsweise handgeschöpftes Papier. Auch dabei zeige sich in den ausgestellten Werken eine große Bandbreite. Filigranes wechsele sich mit Flächigem ab. Koch nutze die unterschiedlichen Strukturen der Oberflächen, welche wiederum mit dem Licht mal hart, mal weich umgehen. Das Material werde mit dem ihm inne wohnenden Möglichkeiten zum Sprechen gebracht, sagte Fezer.

Konkreter wurde er im Anschluss und besprach beispielhaft einige der Werke und erläuterte seine Sichtweise.

"Sie holen aus den Bildern immer mehr heraus, als ich selber dachte, dass drin war", sagte Erika Koch im Anschluss. Fezer nahm das Kompliment gern an und sagte: "Es geht ja im Grunde nur darum, einen Zugang für die Besucher zu ermöglichen."

Das ist ihm sicherlich gelungen, sahen doch die Zuschauer während der Ausführungen gebannt auf die Werke und verfolgten die Erläuterungen des Laudators. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann die Ausstellung bis zum 1. Juni im Schloss Hobeck in Leitzkau ansehen.