Mehr Angebote und eine bessere Organisationsmöglichkeit für Senioren - diese Forderung wird auch in Möckern laut. Der Kreis-Seniorenrat will hier Angebote schaffen.

Möckern l Alle reden vom demografischen Wandel, doch ausgerechnet der immer größer werdende Anteil der immer älter werdenden Bevölkerung scheint trotzdem noch zu wenig im alltäglichen Leben berücksichtigt zu werden. "Die Senioren haben einfach keine Lobby", sagt etwa die Möckeranerin Dr. Karin Wagner. Mit ihrer Forderung nach mehr sozialen Angeboten für Senioren meldete sie sich zuletzt bei Wahlveranstaltungen zu Wort, ebenso in der Februar-Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses.

Damals hatte sich die Führung des Kreis-Seniorenverbandes im Jerichower Land (KSV JL) den Ausschussmitgliedern vorgestellt. "Nach dieser Vorstellung wurde das Interesse bekundet, in Möckern ebenfalls eine Stadt-Seniorenvertretung ins Leben zu rufen", erklärt nun Karl-Heinz Koszior. Er ist der Vorsitzende der Kreis-Seniorenvertretung und war im Februar gemeinsam mit seiner Kollegin Elke Rieseler ebenfalls anwesend in Möckern.

14. Mai in der Stadthalle

Offenbar war die Vorstellung erfolgreich: "Die KSV JL möchte daher in Abstimmung mit der Stadt Möckern alle interessierten Bürger aus Möckern und ihrer Umgebung zu einer Veranstaltung einladen. Dabei soll über die Möglichkeiten einer Stadt-Seniorenvertretung gesprochen werden", heißt es seitens der Kreis-Seniorenvertretung. Der Termin wurde auf den 14. Mai gelegt, Beginn ist um 14 Uhr in der Stadthalle von Möckern im Lochower Weg.

Es bleibt abzuwarten, wie diese Zusammenkunft von der angesprochenen Zielgruppe genutzt wird.

Bisherige Angebote speziell für Senioren wurden nicht immer in Anspruch genommen: Der Möckeraner Karnevalsverein MKK strich vor wenigen Jahren eine eigene Seniorenveranstaltung aus seinem Terminkalender - zu wenige Senioren kamen an den Sonntagvormittagen. Auch der Ortschaftsrat von Möckern hatte in den zurückliegenden Jahren kaum noch Resonanz auf die von ihm organisierten Seniorenweihnachtsfeiern erhalten und daher die Veranstaltungsreihe ganz ausfallen lassen.

"Es reicht nicht, die alten Leute über die Zeitung zu fragen, wer sich zu der Seniorenweihnachtsfeier anmelden möchte und dann auf Anrufe warten. Da muss man für gebrechliche Leute auch einen Bringdienst anbieten", meint Dr. Karin Wagner.

Mit gutem Beispiel voran gehen seit Langem etwa die Senioren in Loburg, Schweinitz oder Zeppernick. Allein die Loburger Ortsgruppe der Volkssolidarität zählt über 50 Mitglieder. In regem Austausch stehen die Seniorenvertretungen von Dalchau und Schweinitz.