In Hohenwarthe ist vor einigen Tagen der große Schiffsanleger demontiert und an Land geholt worden. Er soll repariert werden.

Hohenwarthe l Die Zeremonie am Elbufer war über viele Jahre die gleiche: Im Herbst wurden der Sportbootanleger, die U-Boot-Attrappe und der große Schiffsanleger an Land geholt. Im Frühjahr sind alle wieder zu Wasser gelassen worden. Dass die Gemeinde dabei vom Wasser- und Schifffahrtsamt unterstützt worden war, vor allem beim Bergen und Einsetzen des Anlegers - reduzierte enorm die Kosten. Diese Hilfe steht seit dem Vorjahr nicht mehr zur Verfügung. Deshalb überwinterte der Anleger auch in der Elbe, was eigentlich wasserrechtlich nicht zulässig ist. Nun aber ist der eiserne Steg aus dem Wasser geholt worden. Er soll repariert und auf Vordermann gebracht werden, informierte Gemeindebürgermeister Bernd Köppen. Man hat seine Herausnahme mit dem Einsetzen des Sportbootanlegers verbunden, um die schwere Technik zu nutzen.

Für die Instandsetzung sind Fördermittel im Zuge der Hochwasserschadensbeseitigung beantragt worden. Die Verwaltung rechnet nach Abstimmung mit dem Fördermittelgeber im Juni mit einem Fördermittelbescheid. Eine Reparatur, so Köppen, komme aber nur in Frage, wenn zu 100 Prozent gefördert wird.

Geländer und Trittbeläge, heißt es aus der Verwaltung, seien nicht mehr verkehrssicher und müssten dringend erneuert werden. Die Weiße Flotte würde den Anleger nicht mehr ansteuern.

Andere Informationen hat der Hohenwarther Ortsbürgermeister Peter Bergmann. Er hatte bei der Weißen Flotte angefragt, ob sie - wie schon seit einigen Jahren - während des Elbebadetages am 12. Juli vom Anlager aus Kurzfahrten anbieten würde. Es gab Zustimmung. Von einem unsicheren Anleger war nicht die Rede. Nun ist diese Attraktion zum Badetag, die immer gut angenommen worden war, passé.

Übrigens ist der Anlager erst im Frühjahr für mehr als 10 000 Euro wieder funktionsbereit gemacht worden. Die Juniflut vom Vorjahr hatte ihn aus einer Verankerung gerissen und Bauteile verbogen.

Auch wenn im Gemeinderat perspektivisch diese erneute Reparatur anvisiert worden war, hätte sich Bergmann zumindest zuvor eine Information gewünscht. Vielleicht wäre es möglich gewesen, den Anleger erst im Herbst herauszunehmen.

Die Weiße Flotte wird bei Bedarf nun in der Nähe der Trogbrücke kurz halten.