Gommern (ssi) l Klaus Bock ist kein Mitglied der SPD mehr. Während dieser Woche erhielt er vom Landesgeschäftsführer Oliver Draber die Benachrichtigung darüber, dass der sogenannte "Kalte Austritt" vollzogen ist. Draber: "Das Ganze nennt sich `Abmahnung wegen Konkurrenzkandidatur` und ist geregelt nach Paragraph 20 der Schiedsordnung der SPD." Mit einem Schreiben vom 24. April habe er Klaus Bock aufgefordert, von der Kandidatur für die Freie Wählergemeinschaft Leitzkau-Gommern (FWGLG) zurückzutreten beziehungsweise öffentlich zu erklären, dass er die Wahl nicht annehme. "Das hat er nicht getan. Die Frist dafür endete 3. Mai", sagte Draber und fügte an: "Das gilt als Austritt aus der SPD." Klaus Bock war vom Ortsverein Gommern nicht für die anstehende Statratswahl nominiert worden. Kurzerhand hatte Bock sich von der FWGLG nominieren lassen. Für den Kreistag steht Bock als Kandidat der SPD auf der Wahlliste. "Ich werde weiter für die SPD für den Kreistag kandidieren. Für die Stadtratswahl versichere ich allen, dass ich immer noch der Gleiche bin und auch meine Ansichten immer noch die der SPD sind." Er hoffe, dass ihm die Wähler wieder das Vertrauen schenken.

Gegen das Ausschlussverfahren hat Klaus Bock Widerspruch eingelegt.

Er kündigte an: " Nach der Wahl werde ich dagegen vorgehen, notfalls bis zum Bundesvorsitzenden." So nehme er das nicht hin.