Drewitz l Die aktiven Kameraden der freiwilligen Feuerwehren der Stadt Möckern und die Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehren können gegen Vorlage ihres Dienstausweises die vier Freibäder in der Stadt Möckern kostenfrei nutzen. Dies beschloss der Kulturausschuss der Stadt Möckern einstimmig in seiner jüngsten Sitzung in Drewitz.

In der Begründung für diesen Beschluss wird darauf hingewiesen, dass die freiwilligen Feuerwehren der Stadt Möckern im Rahmen ihrer freiwilligen (ehrenamtlichen) Tätigkeit eine Pflichtaufgabe der Stadt im Brand- und Katastrophenschutz ausüben. Gemäß der Satzung erhalten die meisten Kameraden dafür keine Entschädigung.

Um die Motivation der Kameraden weiter zu erhöhen, wurden mit der Stadtwehrleitung verschiedene Möglichkeiten beraten. "Dazu gehört zum Beispiel die Möglichkeit der unentgeltlichen Nutzung der drei Freibäder der Stadt Möckern", so Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly. Dies führe grundsächlich nicht zu Mehrkosten, nur zu unwesentlichen Mindereinnahmen. "Es ist aber eine gute Möglichkeit, dem Ehrenamt zu danken. Und vielleicht nutzt dann so mancher Kamerad das Bad, der es heute noch nicht tut", so Frank von Holly.

Auch der neue Betreiber des privaten Theeßener Waldbades hat sich bereit erklärt, an der Aktion mitzuwirken. Wegen der besonderen Situation (privat) hätten die Kameraden aus dem Fläming-Bereich bei Nutzung der kommunalen Freibäder sonst einen erheblichen Fahrtaufwand im Verhältnis zum Eintrittspreis gegenüber anderen Kameraden. Aus diesem Grund, so Frank von Holly, wurde mit dem Betreiber Marko Bayr ein Kostenzuschuss seitens der Stadt Möckern vereinbart. 50 Prozent der Kosten wird hier zunächst die Stadt übernehmen. Frank von Holly: "Das ist ein Mehraufwand von rund 2000 Euro für die Stadt." Aber der Aufwand, so der Stadtbürgermeister weiter, sollte zu einer Mehrnutzung der Freibäder, zum Beispiel durch Familienmitglieder, führen. Und die Kameraden aus dem Fläming-Bereich können nun auch auf eine weite Anreise zu einem kommunalen Freibad verzichten.

"Der Aufwand sollte zu einer Mehrnutzung der Freibäder, zum Beispiel durch Familienangehörige, führen."

Die kostenfreie Nutzung schließt sowohl den Dienstsport als auch die private Nutzung in der Freizeit durch die Kameraden ein. Begleitpersonen haben aber den jeweils gültigen Eintrittspreis zu zahlen.

Wichtig war es dem Stadtbürgermeister und dem Kulturausschuss, dass die neue Regelung auch für die Mitglieder der Jugendfeuerwehren gelte. Frank von Holly: "Insbesondere sehen wir hier die Möglichkeit einer umfangreichen Motivation von Kindern und Jugendlichen, ihre Freizeit im Schwimmbad und in der Feuerwehr zu verbringen."

Von dieser Regelung sind etwa 550 aktive Kameraden und 220 Mitglieder der Jugendfeuerwehren betroffen. Während die Aktiven Kameraden ihren Dienstausweis vorlegen müssen, erhalten die Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehren eine vom Jugendwart unterzeichnete Kopie des Ausweises.

Die Teilnehmer des Ausscheides der Stadtfeuerwehr Möckern nahmen am Sonnabend die Regelung mit großer Zustimmung auf.