Schartau l 32 aktive Einsatzkräfte, 25 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung sowie acht Kinder und Jugendliche: Das ist die Besatzung der Schartauer Feuerwehr um Wehrleiter Lutz Schammler. Am Wochenende erlebten die Besucher des Dorfes eine großartige Stimmung unter hunderten Feuerwehrleuten aus den Orten der Burger Einheitsgemeinde, die unter anderem einen ansehnlichen Umzug durch den Ort mit aktueller und historischer Technik veranstalteten.

Die Perle des Umzugs war eine alte Handdruckspritze aus dem Jahr 1892 als Leihgabe der Reesener Wehr. Walter Schotte chauffierte das gute Stück mit seinem feuerroten Minitrecker.

Gründungstag der Schartauer Wehr ist der 11. Mai 1894, erklärte Wehrleiter Schammler am Freitag in seiner Festrede. Jedoch ist nicht überliefert, wo die offizielle Gründung vollzogen wurde. Elf Wehrleiter gab es in den 120 Jahren. Erster Kommandant (so die damalige Bezeichnung des Feuerwehrchefs) war Otto Schulze, der diese Funktion bis 1908 inne hatte.

Schon vor hundert Jahren Zusammenarbeit


Laut Ortsbürgermeister Dr. Hans-Horst Borg belegt ein Gedicht aus dem Jahr 1902, dass es in dieser Zeit bereits gemeinsame Übungen der Schartauer mit den Wehren aus Schermen und Niegripp gegeben hatte. Borg sagte auch: "Das erste große Feuerwehrfest hier im Ort war das 30-jährige Bestehen der Wehr 1924." Überliefert ist auch der Fakt, dass es die Schartauer in dieser Zeit häufiger mit Brandstiftern zu tun hatten. "Die Kameraden haben weder damals noch heute nach den Stunden gefragt", meint Borg, der seit 40 Jahren Schartauer Feuerwehrmann ist. 20 Jahre davon war er Wehrleiter.

Sein Nachfolger Schammler zählt die Hochwasser-Einsätzen der vergangenen 20 Jahre zu den größten Herausforderungen der Wehr.

 

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