Burg l Mit der Bauanlaufberatung am Montag hat die Abrissmaßnahme offiziell begonnen. In dieser Woche trifft die Technik ein und die Vorbereitungsmaßnahmen laufen, damit dann ab nächster Woche den alten Mauern mit schwerem Gerät zu Leibe gerückt werden kann. Zuvor hatten auf dem 12 800 Quaratmeter großen Gelände bereits Aufräum- und Entmüllungsarbeiten stattgefunden, die von Bauhofmitarbeitern erledigt worden waren.

Den Auftrag, der etwa 500 000 Euro umfasst, wobei die Stumme zu 80 Prozent aus Fördermitteln besteht, hat eine Spezialfirma aus dem Erzgebirge bekommen. Geschäftsführer Steffen Richter hat zunächst vier Mitarbeiter nach Burg geschickt. Die Zahl der Arbeitskräfte soll aber noch auf bis zu acht erhöht wer- den.

Herausforderungen beim Abbruch der alten Schlachthof-Gebäude sind unter anderem der etwa 25 Meter hohe Schornstein, der alte Wasserturm, die dicken Mauern der ehemaligen Kühlhäuser und das unterirdische Leitungssystem auf dem gesamten Gelände.

Insgesamt rechnet der Chef der Abrissfirma mit etwa 22 000 Tonnen Schutt, die abransportiert werden müssen. Bis zum 15. August sollen die Anlagen des ehemaligen Burger Schlachthofes verschwunden sein, bis auf zwei ehemalige Verwaltungsgebäude und ein Trafohäuschen direkt an der Blumenthaler Straße. Diese denkmalgeschützten Gebäude sollen erhalten werden. In einem der beiden Häuser soll perspektivisch der Burger Bauhof unterkommen.

Der Burger Schlachthof war 1899 eröffnet worden und bis nach der Wende in Betrieb. In diesen Jahrzehnten gab es immer wieder bauliche Erweiterungen. Zu DDR-Zeiten hatte der Schlachthof bis zu 250 Mitarbeiter. 2013 konnte dann die Stadt Burg das Grundstück erwerben. Während der Landesgartenschau 2018 wird das ehemalige Schlachthofgelände dann Hauptparkplatz sein für bis zu 800 Pkw.