Burg l "Wie können Burger Vereine die Stadthalle künftig intensiver nutzen?" - Diese Frage stellte Bürgermeister Jörg Rehbaum in den Raum und provozierte damit eine rege Diskussion mit den anwesenden Vereinsvertreter. An seiner Seite hatte der Stadtchef die Stadthallen-Mitarbeiterin Christine Uzunow und den Geschäftsführer der Ratswaage-Catering GmbH, Ulf Richter.

Vor eineinhalb Jahren war für die kommunale Kultureinrichtung eine neue Ära angebrochen, als nach zehn Jahren Stadthalle und vier mehr oder weniger erfolgreichen Gastronomie-Pächtern die Stadt Burg mit einem renommierten Magdeburger Caterer einen Vertrag abschloss. Damit sollte "wieder Versorgungssicherheit für die Nutzer der Stadthalle" erreicht werden, hieß es, denn Ratswaage-Catering hat sich durch die Betreuung verschiedenster Veranstaltungen in Magdeburg einen Namen gemacht.

"Auch in Burg haben wir inzwischen über 12 000 Stadthallen-Gäste betreut", so die Bilanz des Caterers, die Ulf Richter vortrug. Er nannte mehrere aus seiner Sicht gelungene Großveranstaltungen, wie das Jubiläum des SC Hellas oder die Benefizveranstaltung des Rotary-Clubs.

Als Ziel seines Unternehmens sieht es Richter, dass, neben Firmen, noch mehr als bisher auch Burger Vereine in der Stadthalle kleine und größere Veranstaltungen durchführen. Das wünscht sich auch der Bürgermeister, denn dafür sei die Stadthalle, die die Kommune mit hohen Euro-Beträgen subventioniert, schließlich auch da. "Wir wollen Leben in unserer Stadthalle", so Rehbaum.

Die Vereinsvertreter brachten dann die Dinge auf den Tisch, die sie bisher veranlassten, die Stadthalle nicht zu nutzen bzw. zukünftig nicht mehr zu nutzen. Zusammengefasst: Die Versorgung durch den Caterer ist zwar gut und flott, aber zu teuer!

Besonders die Getränkepreise wurden kritisiert. Unter anderem 19 Euro für eine Flasche Sekt oder drei Euro für Mineralwasser wurden zur Diskussion gestellt. Man könne in einer Stadthalle keine Hotelpreise verlangen, hieß es zum Beispiel von Mitgliedern des Niegripper Carnevalclubs.

"Wir müssen einerseits überlegen, wie wir unseren Vereinen die Stadthallen-Räume vielleicht kostengünstiger als bisher zur Verfügung stellen können, andererseits, wie bei der Versorgung die Preisstruktur verändert werden kann", fasste Rehbaum am Schluss der Diskussion zusammen. Als ersten Schritt des Caterers verkündete Richter, dass eine Umsatzgarantie künftig nicht mehr verlangt werden soll. Und man wolle versuchen, auch individuelle Vereinbarungen mit den Nutzern zu treffen.