Reesen (bsc) l Rund 20 Unternehmer aus dem Jerichower Land kamen am Mittwoch in der Reesener Pfarrscheune zu einem "Unternehmerfrühstück" zusammen. Hildegard Uhden vom Reesener Heimatverein stellte den Gästen, unter ihnen der CDU-Landtagsabgeordnete Markus Kurze und der CDU-Landratskandidat Lutz-Georg Berkling sowie Reesener Ortschaftsräte, kurz den Werdegang zur Sanierung der Pfarrscheune vor.

Die Unternehmer hatten die Möglichkeiten, Fragen zu stellen und Probleme anzusprechen. So stellte sich ihnen die Frage, warum Unternehmen im Kampf gegen die Schwarzarbeit nicht besser durch das Ordnungsamt unterstützt werden. Auch der Termin zur Bereitstellung von Breitband war gefragt. Nach Auskunft der Firmen haben diese sich im Burger Gewerbegebiet bisher selbst darum gekümmert. Markus Kurze: "Das Land stellt noch einmal 100 Millionen Euro für den Breitbandausbau zur Verfügung." Und Lutz-Georg Berkling ergänzte: "Die Einheitsgemeinde Möckern müssen wir hier noch einbeziehen. Sie sind am weitesten zurück."

Auch die Polizeireform war ein Thema. Mit ihrer Umsetzung sollte auch weiterhin eine gewisse Polizeipräsenz in der Öffentlichkeit gewährleistet sein, damit man sich auch noch ohne Hund abends auf die Straßen wagen kann. Lutz-Georg Berkling: "Mit der Polizeireform wird es keine Beschränkungen für das Jerichower Land geben."

Ein Problem sehen die Unternehmer auch darin, dass junge Menschen mit einer immer schlechter werdenden Bildung zu ihnen kommen würden. "Sie werden zu wenig auf das Berufsleben vorbereitet", so der Tenor. Ein "Dorn im Auge" sind den Unternehmen Ich-AGs, die ohne Meisterprüfung agieren. Zwar belebe Konkurrenz das Geschäft, aber nicht unter diesen Voraussetzungen. Bemängelt wurde auch die Ausschreibungspolitik, nach der stets der Preisgünstigste den Auftrag erhalte. Das sei eine Katastrophe. Deshalb nehmen viele Unternehmen schon nicht mehr an öffentlichen Ausschreibungen teil.