Der Mai ist Jugendweihezeit. Am Sonnabend feierten Achtklässler aus Schulen in Burg und Möser in der Stadthalle. Am 24. Mai gibt es nochmals zwei Festveranstaltungen.

Burg l Als Erik Förster seinem Saxophon die ersten Töne entlockte, war Gänsehaut-Stimmung im Saal der Burger Stadthalle zu verspüren. Was seine Mitschüler kurz zuvor an warmen Dankesworten an Eltern, Großeltern, Geschwister und Lehrer gefunden hatten, untermalte der junge Mann mit einer nahegehenden Botschaft in Tönen.

Zwei Festveranstaltungen hatte die Jugendweihevereinigung Sachsen-Anhalts um Kathrin Flecken mit ihren Mitstreitern aus dem Jerichower Land am Sonnabend in Burg vorbereitet. Am späten Vormittag erhielten Achtklässler der Sekundarschulen aus Möser und "Carl von Clausewitz", Burg, unter großer Anteilnahme ihrer Familien ihre Jugendweihe. Kurz nach dem Mittag konnte eine Schar ihrer Altersgefährten aus der Burger Diesterweg-Sekundarschule und vom Burger Roland-Gymnasium diesen symbolischen Schritt ins Erwachsenensein erleben und gehen.

"Ein plötzliches Erwachsensein gibt es nicht. Es ist ein Reifeprozess, zu dem die Jugendweihe den Beginn symbolisieren soll", erinnerte der Burger Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) in seiner Festrede. Rehbaum hob den hohen Wert der Familie hervor. Sie gebe Schutz, Rat und Hilfe. "Denkt auch daran: Auch Eltern und Großeltern bedürfen einmal Streicheleinheiten", gab er den Jugendweihlingen mit auf den Weg. "Vielleicht fällt es euch nachher nicht schwer, diese zu geben."

Rehbaum betonte die Verantwortung der heute Erwachsenen für die Gestaltung der Zukunft. "Wenn wir Älteren von der Zukunft sprechen, dann seid ihr gemeint. Denn wer, wenn nicht ihr, soll in 20 oder 30 Jahren dieses Land gestalten und regieren?" Rehbaum mahnte, "nicht darauf zu warten, dass alles für euch getan wird. Deshalb engagiert euch, bringt euch ein und bereichert diese Welt. Ihr ganz allein habt es in der Hand."

"Ich hätte so gern eine Alleskönner-App. Warum ist alles nur so anstrengend?", war Moderator Jean-Colin Bäsler in das erfrischende Festprogramm eingestiegen. "Mach, was Du am besten kannst und am liebsten tust, das ist für alle gut", war die Botschaft von Sängerin Lucie Bachmann, die mit Band das Programm musikalisch abrundete. Ann-Kristin Flecken, die an der Seite von Bäsler durchs Programm führte, wünschte jedem der Jugendweihlinge zum Abschied, "... dass dich dein Weg dorthin führt, wohin du willst".

Am 24. Mai wird es in der Burger Stadthalle zwei weitere Jugendweihe-Festveranstaltungen geben. Dann werden nochmals zahlreiche Schüler aus dem Roland-Gymnasium ihre Jugendweihe in diesem würdigen Reahmen begehen können. Festredner wird an diesem Tag Markus Kurze, CDU-Landtagsabgeordneter und Burger Stadtratsvorsitzender, sein.

 

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