Die Konstituierung einer Seniorenvertretung für die Gemeinde Möser ist zunächst verschoben worden. Die Akteure wollen Möglichkeiten ausloten, die Gemeindegremien und den Seniorenrat eng zu verzahnen.

Möser/Lostau l "Wenn wir nicht mit am Ratstisch sitzen, wenn nicht die unbeugsame Pflicht der Gemeindegremien und der Gemeindeverwaltung besteht, dass die älteren Menschen immer dann angehört und mit einbezogen werden, wenn es um ihre Belange geht, dann haben wir als Seniorenvertretung eine ungenügende Handhabe, unsere Interessen an richtiger Stelle wahrzunehmen," sprach Dr. Wolfgang Röller den Anwesenden aus dem Herzen.

Mitglieder der bereits vor einigen Wochen gegründeten Seniorenvertretung und einige Interessenten hatten sich im Lostauer Seniorenwohnpark "Zur Heide" zusammengefunden. Eigentlich wollten sie auf der Beratung eine Satzung beschließen und einen Vorstand wählen, um den Seniorenrat zu konstituieren und arbeitsfähig zu machen. In der Diskussion wurde der vorliegende Satzungsentwurf als zu "lasch" bewertet. Er sah eine Seniorenvertretung vor, die unabhängig von den gemeindlichen Gremien existiert. "Dann müssen wir um alles betteln", war die Befürchtung. Es sei eine Satzung notwendig, die verbindlich regele, dass die Gemeindeseniorenvertretung Bestandteil der kommunalpolitischen Struktur sei.

Dr. Röller sagte: "Wir sollten die Gemeinde drängen, dass sie diese Satzung beschließt." Das erhöhe ihre Verbindlichkeit und sichere den Erfolg unserer Arbeit als Interessenvertretung der immer weiter anwachsenden Gruppe der über 60-Jährigen. "Darauf haben wir als stärkste Gruppe in der Gemeinde einen Anspruch", formulierte Wolfgang Rust. Ein neuer, verbindlicherer Satzungsentwurf liegt schon vor.

Die Gründungsakteure wollen auf den Bürgermeister zugehen. "Die Gemeinde muss sagen, ob sie das so mitträgt oder nicht", fasst Peter Hammer abschließend zusammen.