Burg (mh) | Der 58-jährige Mieter der Wohnung in Burg (Jerichower Land), in der es am Mittwochabend eine Explosion gab, ist in der Nacht verstorben. Wie die Polizei bekannt gab, ist er im Krankenhaus seinen schwersten Brandverletzungen erlegen.

Ersten Erkenntnissen nach hat ausströmendes Gas die Explosion ausgelöst. Warum das Gas ausgetreten war und sich entzündet hat, konnte die Polizei jedoch noch nicht klären. Nachdem die Polizei die Wohnung am Donnerstagvormittag beschlagnahmt hatte, untersuchten Brandexperten den Ort des Geschehens.

Bisher wird in drei Richtungen ermittelt: Es soll geklärt werden ob es sich um einen technischen Defekt handelt, falscher Umgang die Ursache für die Explosion kam oder ob es zu einer bewussten Sabotage kam. Nach den kriminalpolizeilichen Maßnahmen wurde die
Beschlagnahme des Brandortes aufgehoben und die Wohnung an den Vermieter wieder
übergeben. Ergebnisse der Untersuchung liegen derzeitig noch nicht vor.


Der 58-Jährige wurde kurz bevor dessen Wohnung völlig in Flammen stand, laut Polizei von einem Zeugen aus der Wohnung geholt. Der Mann zog sich dabei selbst eine Rauchgasvergiftung zu.

Die Wohnung, in der die Explosion ausgelöst wurde, ist völlig zerstört. Weitere Wohnungen in dem Mehrparteienhaus sind durch Löschwasser und Rauch zurzeit nicht bewohnbar. Nach ersten vorsichtigen
Einschätzungen könnte sich die Sachschadenshöhe in Folge der Explosion und des
Brandes auf ca. 60.000 Euro belaufen.



Bereits Anfang Mai hatte es in Burg eine Explosion in einem Wohnhaus gegeben. Damals war ein 48 Jahre alter Mann schwer verletzt worden. Er liegt noch immer im Krankenhaus und konnte bislang nicht vernommen werden.

In den Trümmern des Hauses hatten Beamte eine Propangasflasche gefunden. Ursache für die Explosion könnte laut Polizei ein technischer Defekt oder ein Suizidversuch gewesen sein. Das Fachwerkhaus wurde durch die Explosion so schwer beschädigt, dass es abgerissen werden muss.