Burg l Zwei Tage nach der Explosion sind die Ermittler einen Schritt weiter. Demnach wollte sich der 58 Jahre alte Mieter, der seit 2011 in der Wohnung im ersten Obergeschoss des Hauses wohnte, das Leben nehmen.

Beatrix Mertens, Sprecherin der Polizeidirektion Nord, sagte auf Nachfrage der Volksstimme: "Der aktuelle Stand der Ermittlungen weist auf Suizid hin." Die Polizei werde noch weiter im Umkreis des Opfers ermitteln. Am Abend des Unglücks fanden die Beamten Hinweise auf Manipulation der Gasanlage. Daraus ergaben sich die Vermutungen in Richtung Gasdiebstahl oder Suizid.

Die Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus der Burger Wohnungsbaugenossenschaft (BWG) sind mit einer Gasetagenheizung ausgestattet. Diethelm Harp, Vorstand der BWG erklärte, dass jetzt Gas, Wasser und Strom im kompletten Haus abgestellt sind. Dadurch sind die Wohnungen nicht bewohnbar. Drei der sieben Wohnungen wurden stark beschädigt. Das Löschwasser habe die Wohnung im Erdgeschoss unbewohnbar gemacht.

Abrissarbeiten an der Magdeburger Straße

Bereits Anfang Mai war in der Magdeburger Straße 13 ein Haus explodiert. Dieses und das Nachbarhaus Nummer 12 sind mittlerweile abgerissen. "Bis kommenden Mittwoch sollen die alle Arbeiten beendet sein", sagte Pierre Diemling, Geschäftsführer der Burger Baufirma, die mit den Abrissarbeiten beauftragt ist.