Mit der Sanierung des Alten Eisenbahndammes in Lostau kann begonnen werden. Gestern wurden exakt 125 253,04 Euro bewilligt.

Lostau l Dort, wo vor fast einem Jahr in Lostau der Schwerpunkt des Hochwasserkampfes war - am Alten Bahndamm - übergab gestern Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aikens an Gemeindebürgermeister Bernd Köppen einen Bewilligigungsbescheid zur Ertüchtigung des Eisenbahndamms vom Übergang nach Alt Lostau bis zur Wegquerung zur Alten Ziegelei.

Mit den Mitteln der Europäischen Union soll der Damm auf einer Länge von 670 Metern stabilisiert und um etwa 70 Zentimeter erhöht werden. Nach wie vor dient der Damm dem Hochwasserschutz, ohne eine DIN-gerechte Schutzanlage zu sein. Im Zuge der ersten Aufräum- und Rodungsarbeiten, die aus dem Soforthilfe-Programm finanziert worden sind, ist auch die Dammkrone in Mitleidenschaft gezogen worden. Hier soll nun wieder ein zweieinhalb Meter breiter, geschotterter Radweg angelegt werden.

Minister Aeikens wartete in Lostau mit der Neuigkeit auf, dass in Sachsen-Anhalt ein kommunales Hochwasserschutz-Programm in Kooperation mit der EU etabliert werden wird. Damit sollen Schutzmaßnahmen und Projekte finanziert werden, die in Verantwortung der Kommunen liegen. Aeikens nannte als Beispiel den Bau einer Schutzmauer oder die Ausrüstung einer Wasserwehr. "Der Hochwasserschutz soll nicht an Zuständigkeiten scheitern", sagte der Minister.

Das Programm sieht vor, dass sich die Europäische Union mit 80 Prozent und die Kommune mit 20 Prozent an solchen Vorhaben beteiligen sollen. "So günstig bekommen sie es nie wieder", fügte er an.

Das Land will bis 2020 alle Hochwasserschutzanlagen auf den neuesten Stand bringen. Rund 600 Millionen Euro werden dafür benötigt.

Neben der jetzt anstehenden Sanierung des Alten Bahndammes in Lostau ist ein genereller neuer Hochwasscherschutz ab Biederitz über Gerwisch bis Hohenwarthe in Planung.

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