8620 Burger haben am Sonntag von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht und einen neuen Stadtrat gewählt - dessen Zusammensetzung sich allerdings nur wenig vom alten unterscheidet.

Burg l Mit 14 Abgeordneten war die CDU bisher stärkste Kraft im Burger Stadtrat - diese Position hat die Union am Sonntag noch ausbauen können und stellt künftig 15 Stadträte. Zugpferde bei der Wahl waren der Stadtratsvorsitzende Markus Kurze (1833 Stimmen) und der CDU/FDP-Fraktionsvorsitzende Frank-Michael Ruth (1465 Stimmen). Viele Stimmen für die CDU holte aber auch "Neueinsteiger" Gerry Weber (520). Ebenfalls neu in den Reihen der CDU-Stadträte ist Heinz Jantzen (236 Stimmen). Nicht mehr für die Union im Stadtrat dabei ist Bernd Wagner aus Niegripp.

Für den CDU/FDP-Fraktionsvorsitzenden Frank-Michael Ruth bestätigt der Wahlausgang den richtigen Kurs der CDU in Burg. "Wir haben jetzt einen Sitz mehr und, wie schon bisher, eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Stadträten", so Ruth.

Durch sein persönlich hervorragendes Wahlergebnis, er erhielt die meisten Stimmen aller Bewerber bei der Stadtrats- und bei der Kreistagswahl, sieht Markus Kurze auch seine Arbeit als Burger Stadtratsvorsitzender und CDU-Landtagsabgeordneter bestätigt.

Federn lassen musste indessen der CDU-Fraktionspartner FDP. Gab es bisher zwei FDP-Stadträte, hat es für Bernd Wieland (95 Stimmen) diesmal nicht gereicht. Sein Mandat verteidigt hat Dr. Udo Vogt (391 Stimmen).

Sollte es in der neuen Wahlperiode eine Wiederauflage der CDU/FDP-Fraktion geben, würde diese stärkste Fraktion des Burger Stadtrates wie bisher über 16 Mandate verfügen.

Zweitstärkste Kraft im Burger Stadtrat bleibt die SPD, auch wenn sie künftig ein Mitglied weniger in ihrer Fraktion haben wird. Die Zahl der Stadtratsmitglieder mit SPD-Mandat sinkt von neun auf acht. Nicht mehr dabei sein werden Klaus Kruttke, Karin Langner, Birgit Meinecke und Peter Schwindack. Neu für die SPD im Stadtrat sind Elke Fenger-Schwindack (489 Stimmen), Ulf Möbius (371 Stimmen) und Karl-Heinz Summa (351 Stimmen).

Die Linke bleibt mit sechs Abgeordneten im Burger Stadtrat vertreten. "Zugpferd" bei der Wahl war wie erwartet die zweite stellvertretende Stadtratsvorsitzende Barbara Bester mit 1363 Stimmen. Für die Linke neu dabei ist Marco Herbort (387 Stimmen). Der bisherige Stadtrat Gerhard Dewitz hatte nicht mehr kandidiert. Die Fraktionsvorsitzende Barbara Scheppe bezeichnete das Ergebnis als zufriedenstellend. "Es wäre schön gewesen, wenn wir diesmal ein oder zwei Sitze mehr gehabt hätten, haben aber dennoch ordentlich abgeschnitten."

Die Grünen können ihren Wiedereinzug in den Burger Stadtrat feiern: Der frühere SPD-Mann Reinbern Erben, der auf der Liste der Grünen kandidiert hat, erreichte 551 Stimmen und damit einen Sitz im Rat.

1219 Stimmen für Frank Endert sorgen dafür, dass die Freie Wählergemeinschaft Endert/JL/Burg wie bisher drei Stadträte stellen kann. Außer Endert sind das wieder Torsten Richters (181 Stimmen) und Martina Böhme (135 Stimmen). "Die Wahl hat gezeigt, dass diejenigen ihr Kreuz bekommen, die sich für die Belange der Bürger einsetzen und nicht für die Interessen einer Partei", kommentierte Endert.

Für die Burger Freien Wähler zieht Erik Stephan (235 Stimmen) erneut in den Stadtrat ein.

Und auch Einzelbewerber Dr. Hans Norbert Wolffgang (629 Stimmen) hat erneut den Sprung in den Burger Stadtrat geschafft. Die Wahlbeteiligung bei der Burger Stadtratswahl lag bei 42,49 Prozent. Von den 20 287 Wahlberechtigten haben 8620 an der Stadtratswahl teilgenommen.

Alle Mitglieder des neuen Burger Stadtrates im Bild finden Sie auf Seite 18.

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