Eine spannende Schau zwischen Aktion und Information präsentierte das Logistikbataillon kürzlich beim Tag der offenen Tür in der Burger Clausewitz-Kaserne.

Burg l Dutzende Besucher nutzten die Gelegenheit, die Aufgaben des Logistikbataillons vor Ort kennenzulernen. Leutnant Ronny Güsewell und Stabsfeldwebel Peter Hinz wiesen den Gästen den richtigen Weg zu den vielen Attraktionen am Tag der offenen Tür.

"Ich freue mich auf gute Gespräche", sagte der neue Kommandeur Wilhelm Wenz. Der Oberstleutnant übernahm den Posten erst vor einigen Wochen. Unter anderem konnten die Besucher in Militär-Fahrzeugen mitfahren. Zu sehen gab es eine dynamische Fahrzeugschau. Im Kraftfahrausbildungszentrum erwerben Soldaten und zivile Mitarbeiter in einem viereinhalbwöchigen Lehrgang den Dienstführerschein der Klasse C für Lkw. Eine spezielle Ausbildung erhalten hier die Militärkraftfahrer für gepanzerte Radfahrzeuge der Klasse G.

Jährlich kommen etwa 1000 Lehrgangsteilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet, um hier einen Dienstführerschein in diesen beiden Klassen zu erwerben. Erleben konnten die Kasernengäste die Vorführungen aus dem Sicherheitstraining mit verschiedenen Fahrzeugen sowie diverse Präsentationen von Waffen und eine Ausstellung von Großgeräten und Technik der Geländebetreuung. Zudem konnten Neugierige die Bewegung in absoluter Dunkelheit mit Nachtschichtgeräten ausprobieren.

Soldaten zeigten ihren Zuschauer, wie schnell und elegant eine Hindernisbahn absolviert werden kann, inklusive zwei Meter hoher Eskaladierwand und ein Balancierbalken. Das Feldjägerkommando zeigte in einer Ausstellung ihre Tätigkeiten. Zu den fünf großen Aufgabenbereichen der Feldjäger gehören der militärische Ordnungs- und Verkehrsdienst, Sicherheitsaufgaben, Raum- und Objektschutz sowie Ermittlungen. Zudem erhielt die Feldjägerkompanie in diesem Jahr Diensthunde.

Das Sanitätszentrum der Clausewitz-Kaserne wird von einem Facharzt für Allgemeinmedizin im Rang eines Oberfeldarztes geführt. Es ist für etwa 2500 Soldaten verantwortlich. Die Besucher der Clausewitz-Kaserne konnten das mobile aufblasbare Sanitätszelt besichtigen. Innerhalb von sechs Minuten wird das Zelt aufgebaut und in weniger als einer Stunde ist es für die medizinische Versorgung einsatzbereit. Ausgestattet ist die Einrichtung unter anderem mit Sonographie oder EKG und Lungenfunktionsprüfungen.

Das Leben in einem Feldlager mit Sicherungszaun wurde den Gästen im "Camp Clausewitz" näher gebracht. Hier konnten sich die Besucher Wohn- und Arbeitscontainer ansehen und eine Mahlzeit aus der Feldküche probieren.

Blickfang auf dem Bundeswehrgelände war ein für Laien merkwürdiger Rennwagen. Oberstleutnant Mario Wagner hatte an der Bundeswehr Universität "Helmut Schmidt" in Hamburg diesen Rennwagen mit entwickelt. Wagner ist seit einem halben Jahr in Burg stationiert. Das "Eleven-O-Six-Racing-Team" nimmt regelmäßig an den "Formula Student" Rennen in der ganzen Welt teil. Die Rennwagen werden von den Studenten in ihrer Freizeit entworfen, konstruiert und gebaut.

Das Karrierecenter der Bundeswehr und der Berufsförderungsdienst stellten die vielen beruflichen Möglichkeiten in der Bundeswehr vor. Über die Arbeit des Bundeswehrsozialwerks, des Familienbetreuungszentrums, dem Verband der Reservisten in der Bundeswehr und die Bundesforst konnten sich die Gäste in der Clausewitz-Kaserne informieren. Mit verschiedenen Vorträgen, unter anderen über "Posttraumatische Belastungsstörung" und "Wie geht es der Bundeswehr aus psychologischer Sicht" wurde das vielseitige Angebot abgerundet. Für Familien gab es eine speziell eingerichtete Kinderbetreuung.

 

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