Den gestrigen Feiertag haben zahlreiche Menschen für einen Ausflug ins Grüne genutzt. Auch der Fliegerclub Möckern konnte sich über Zuspruch freuen. Die Flieger hatten zum Flugfest eingeladen.

Möckern l Im Jahr 2013 war der Flieder noch nicht so weit gewesen - und in diesem Jahr war er bereits verblüht. Daher mussten gestern zahlreiche Herrentagsgesellschaften auf Birkengrün zurückgreifen, um Fahrräder, Bollerwagen und Kremser trotzdem dekorieren zu können. Diese Erfahrung machte auch die Möckeraner Himmelfahrtsgesellschaft, die nun seit fast vier Jahrzehnten schon mit Frack, Zylinder und viel Spaß durch die Lande zieht.

Vor 36 Jahren hatte man sich erstmals bei der LPG Pferde ausgeliehen, mit dem Versprechen, damit Steine vom Acker aufzulesen. Es dauerte nicht lange, bis ein eigener Kremser aufgebaut wurde - mit Außen-WC und Musikbeschallungsanlage. Gestern ging es mit zwei PS und 15 Zylindern in Richtung Dornburg.

15 ist die fixe Mitgliederzahl der Traditionsreisegruppe. "Wir waren auch mal nur zwölf, aber heute sind es wieder 15", berichtet Bruno Pinkes. Maik Lütke und Torsten Pinkes, waren gestern erstmals mit von der Partie.

Auf dem Flugplatz Möckern: Abheben erlaubt

Ganz anders als die gutgekleideten Gentlemen begaben sich andere Herrentagsgesellschaften eher leger gekleidet auf den Weg, so auch eine Gruppe junger Leute, die sich mental wohl auch schon auf die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft vorbereitete.

Wieder andere Herrentagsausflügler erkoren den Flugplatz zwischen Möckern und Tryppehna zu ihrem Reiseziel oder Zwischenstopp aus. Hier gab es sogar eine Umsteigemöglichkeit nach oben. Gyrokopter und Doppeldecker luden zum Rundflug über die Region ein und mit einer DO 27 konnten sogar Familien gemeinsam abheben. Bei früheren Flugtagen war oft bedauert worden, dass das Platzangebot in den Ultraleichtflugzeugen begrenzt ist. Mit der DO 27, die ihren Erstflug in den 50er-Jahren absolvierte, können vier Gäste mitfliegen, erklärt Wolfgang Mathews, der Vorsitzende des Fliegerclubs Möckern.

Hier hatte man in den vergangenen Tagen mit Skepsis auf den wolkenverhangenen Himmel geblickt. Rechtzeitig zum Himmelfahrtstag ließ der Dauerregen dann aber doch noch nach und einer Himmelfahrt im fliegerischen Sinne stand trotz etwas klammer Temperaturen und nicht immer dem richtigen Wind aus der richtigen Richtung nichts mehr im Weg.

 

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