Jerichow l Dessen waren sich die teilnehmenden Chöre bewusst, denn zu ihrem großen Jubiläum kamen sie fast gänzlich ohne Politprominenz aus, die Grußworte hätte loswerden wollen. Fast, denn beim Burger Volkschor stand Gerhard Ritz in der Reihe, deihe, einer der Einzelkandidaten für die Landratswahl. Der aber schwang keine Reden, sondern sang kräftig mit.

Das Singen war es auch, was die Veranstaltung ausmachte. Hier trafen sich Sangesfreudige, bestritten ihr Jubiläumskonzert und gaben das Beste. Ein Sängerwettstreit der bestenfalls zwischen den im Dachgewölbe des großen Kirchenschiffs herumzwitschernden Vögeln und den Sängerinnen und Sängern des Sängerkreises stattfand. Aber dabei blieb es nicht.: Jürgen Töpfer, Musiklehrer in Detershagen, Leiter des Burger Vokschores und des gemischten Chores Möckern, führte durch beide Veranstaltungen. In der zweigeteilten Nachmittagsveranstaltung - der erste Teil fand im Kirchenschiff statt, der zweite in den Refektorien um den Klosterhof - bakam auch das Publikum Gelegenheit zum Singen. Ruckzuck hatte Klaus Töpfer mit den Gästen einen Kanon einstudiert und die riesige Kirchenhalle zum Klingen gebracht. Alle Achtung!

Am Nachmittag nahmen den Applaus des Publikums entgegen:

Die Laurentius-Bläser Loburg Möckern, der Gemischte Chor Möckern, als viel beachteter Gast der Salzlandfrauenchor Staßfurt und der Frauenchor Rathenow. Jürgen Töpfer musste leider bej´kanntgeben, dass der Frauenchor Rathow vor seiner Auflösung steht. Ein Nachfolger für den Chorleiter Hermann Tressel konnte bisher nicht gefunden werden. Der Chor unterhält seit 2011 partnerschaftliche Beziehungen zum Burger Volkschor.

In den Refektorien waren zu erleben der Handwerker-Männerchor Genthin, der Handwerkerchor Burg der Frauenchor Genthin und die Chorgemeinschaft Schönhausen /Wust. Nach einer ausgedehnten Pause, die von den Akteuren bei dem herrlichen Wetter zumeist im Innenhof der Klosteranlage verbracht wurde, denn hier bot das Klosterpersonal einen Imbiss und Getränke an, gin es in die Abendveranstaltung, die der scheidende Kreischorleiter Thomas Schöbel mit der Chorgemeinschaft Hohenseeden eröffnete. Schöbel wechsel von Berufs wegen nach Berlin und steht dem Sängerkreis nicht mehr zur Verfügung. Am Sonnabend präsentierte er mit seinen Hohenseedener Choristen ein würdiges Abschiedskonzert. Ohne die Nachmittagsveranstaltung geringschätzen zu wollen: Die Hohenseedener ließen das Publikum ahnen, dass sie nun ein glanzvolles Chorkonzert von sehr hohem Niveau erleben werden. So kam es auch. Das Instrumentalduo Thorsten Babrizi/Philipp Weihrauch setzte mit Piani und Cello einen musikalischen Akzent, dessen Schwingungen offenbar weitergetragen wurden. Jedenfallshielt das Publikum den Atem an, als das Doppelquartett des Burger Volkschores und der Volkschor selbst sowie der Frauenchor "cantare et vivere" aus Magdeburg sangen. Wozu soll man es beschreiben, so etwas muss man erlebt haben! Ganz große Klasse.

Das Publikum wusste es zu würdigen. Der Vorsitzende ders Sängerkreise Elbe/Havel, Norbert Jankiewicz, auch. Das Fest habe Spaß gemacht und sei eine gute Werbung für das Singen und den Sängerkreis gewesen. Allen Akteuren sei herzlich zu danken, vor allem Arbeit Jürgen Töpfer, der durch den Tag führte und auch großeß bei der Vorbereitung des Festivals leistete.

   

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