Feuerwehr und Infopunkt werden in den kommenden sechs Monaten das Domizil für die Hohenwarther Kindergartenkinder. Der Umzug wird am Montag mit einem Kinderfest komplettiert.

Hohenwarthe l Wo sonst Mini-Füße Mini-Tippelgeräusche auf dem Flur machen, polterte es kürzlich und wurde ordentlich geschnauft. Die Kita "Gänseblümchen" in Hohewarthe war bevölkert von etwa 40 Erwachsenen, die große Kartons schleppten, Stühle, Tische und Spielsachen einfach aus den Spielräumen raustrugen und auf Anhänger oder Lkw verfrachteten.

Es wurde Platz gemacht für den lang ersehnten und nun endlich genehmigten Krippenersatzbau für die Kita Hohenwarthe, der jetzt beginnen soll. Dazu muss aber erst einmal alles raus. Nicht nur die Möbel und Spielsachen, auch die Kinder.

Deshalb zieht der Kindergarten vorübergehend um. "Für etwa sechs Monate werden wir uns in der Feuerwehr von Hohenwarthe und im Infopunkt des Ortes einquartieren", erzählt Kita-Leiterin Petra Köppen mit einem Lächeln. Zwar steht ihr der Stress ins Gesicht geschrieben, denn der Umzug ist aufwendig, doch sie hat kräftige Unterstützung: Etwa 40 Helfer aus der Elternschaft und aus der Suchtkurve Gommern fassen mit an. "Jetzt ging es doch schneller als gedacht", freute sie sich. Auch an der Feuerwehr und am Infopunkt waren schon Kräfte mobilisiert worden. Alles, was angefahren kam, wurde sofort untergebracht.

Der Umzug für ein halbes Jahr wird für alle spannend und abenteuerreich, da sind sich die Erzieherinnen sicher. Wer kann schon sagen, dass seine Kita die Feuerwehr ist? "Natürlich werden wir diesen Umstand nutzen und uns mit dem Thema Feuerwehr intensiver beschäftigen. Aber auch, dass wir jetzt mitten im Ort sind, werden wir nutzen und uns ausführlich mit Hohenwarthe beschäftigen", freut sich Köppen auf die Möglichkeiten.

Natürlich wird alles etwas anders laufen, an einen normalen Rhythmus wird anfänglich nicht zu denken sein. Deshalb starten die "Gänseblümchen"-Kinder am Montag auch erst einmal mit einem Kinderfest. Ein Fest, an dem immer alles anders ist.

Dass die Kita hier unterkommen kann, dafür möchte sich Köppen bei den Vereinen und der Wehr bedanken, die ohne Murren ihre Domizile geräumt und sogar "kindersicher" im Sinne des Jugendamtes gemacht haben.

   

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