Der Förderverein "Straße gotischer Flügelaltäre" registriert ein zunehmendes Interesse seitens der Touristen: "Die ersten Kirchenführungen haben bereits statt gefunden, die nächsten sind angefragt", berichtet der Loburger Pfarrer Georg Struz. Er ist selbst Mitglied im Förderverein.

Isterbies l Der Förderverein hat im vergangenen Jahr einiges bewegen können und auf sich aufmerksam gemacht: So war man beim Sachsen-Anhalt -Tag in Gommern mit einem Stand an allen drei Tagen vertreten. Selbst den Ministerpräsidenten Reiner Haseloff konnte man am Stand begrüßen. Die inzwischen angefertigten Tafeln, auf denen alle in der Tourismus-Route vertretenen Kirchen mit spätgotischen Flügelaltären beschrieben werden, können als Wanderausstellung ausgeliehen werden.

Zwei wichtige Verträge hat der Förderverein im vergangenen Jahr unterzeichnet, heißt es im Jahresbericht, der bei der Jahreshauptversammlung vorgetragen wurde. "Der erste Vertrag regelt die Zusammenarbeit mit dem Kirchspiel Loburg-Leitzkau. Dieser Vertrag ist wichtig, damit auch der Förderverein Anträge für die Sanierung der Kirchen Isterbies und Rosian stellen kann", informiert Georg Struz.

Der zweite Vertrag ist ein Kooperationsvertrag zwischen den benachbarten Lokalen Aktionsgruppen Leader (LAG). "Hier geht es um EU-Fördermittel für Projekte, die überregionalen Charakter haben. Gefördert werden vor allem touristische Vermarktung. Die ersten positiven Bescheide liegen bereits vor."

2013 konnten an den Kirchen Isterbies und Rosian große Sanierungs- und Restaurierungsfortschritte erzielt werden. Dank der Förderung durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung wurde die barocke Kirchendecke in Isterbies restauriert. Wie die Volksstimme berichtete, musste die kunstvoll bemalte Decke abgenommen und nach der Sanierung der Bretter an dem reparierten Dachstuhl wieder angebracht werden. Es folgte dann die Reinigung, Retusche und Ergänzung der Malerei vor Ort.

In Rosian wurden der Dachstuhl und die Mauerkronen des Hauptschiffes saniert. Danach erhielt der Bereich eine neue Dacheindeckung. "Die Restarbeiten werden noch in diesen Tagen ausgeführt", berichtet der Loburger Pfarrer.

Im Jahr 2013 konnte der Förderverein auch ein Buch über die spätgotischen Flügelaltäre zwischen Elbe und Fläming in Auftrag geben. Ludwig Schumann aus Zeppernick wird die Texte verfassen.Das Buch soll noch vor den Sommerferien erscheinen.

Förderverein "Straße gotischer Flu¨gelaltäre"; Tel. 039245/2345, ev.pfarramt-loburg@t-online.de