Nach der Havarie im Haus Mubi in Burg kommen die Kreismusikschüler zurzeit in der Bahnhofstraße unter. Ein Klavier im Wert von 3000 Euro hat den Wasserschaden nicht überstanden. Bis zum 10. Juni sollen die Reparaturarbeiten beendet sein. Ende Juni soll es ein Konzert geben.

Burg l Musikschulleiter Rainer Voß steht in seinem Büro. Rechts von ihm lehnt ein Klavier an der Wand, mittendrin steht ein weiterer Flügel. Viel Platz in dem sonst großen Raum hat er nicht mehr. Sein Büro wurde nach der Havarie im Haus Mubi zum Lager. Hier stehen alle Möbel und Instrumente, die nach dem Wasserschaden gerettet wurden. Mittlerweile kann er aber schon wieder lachen. "Wir drängeln schon, dass wir wieder zurück können", sagt Voß.

Bereits nach der Havarie im Haus Mubi konnten 300 Musikschüler in die alten Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße umziehen. Der Unterricht konnte weitergehen, aber nur notdürftig. E-Pianos stehen zur Verfügung, die großen Flügel und Klaviere blieben in der Magdeburger Straße. "Gut, dass wir die Räume dort haben, aber mit den dortigen E-Pianos ist es so, als würden sie jahrelang Mercedes fahren und dann wieder auf Trabant umsteigen", beschreibt Voß die Situation. Die Musikschüler seien gehandicapt. "Vom Schallschutz und der Akustik waren wir im neuen Gebäude einfach verwöhnt. In der Bahnhofstraße hallt es unglaublich und ist einfach nicht zu vergleichen", betont der Kreismusikschulleiter.

Der Schaden im Haus Mubi nach dem großflächigen Wasserschaden beträgt 35000 Euro (Volksstimme berichtete). Mittlerweile sind die Teppiche in den vorderen Räumen rausgenommen worden. Die Wände mussten getrocknet und aufgebohrt werden, um das Wasser rauslaufen zu lassen. Neue Toiletten werden in den nächsten Tagen installiert. "Sämtliche Klaviere sind verstimmt, weil ihnen der Wechsel zwischen trockener und feuchter Luft nicht gut getan hat", erzählt Voß. Ein Klavier im Wert von 3000 Euro hat einen richtigen Wasserschaden. "Hier muss noch eine Expertise erstellt werden, ob eine Reparatur überhaupt Sinn macht", sagt der Musiker. Der Konzertsaal sowie der dortige Flügel hat dagegen nichts abbekommen. Auch die anderen Instrumente konnten gerettet werden. "Sechs bis sieben Leute haben beim Räumen mitgeholfen, während das Wasser in den Räumen stand. Dazu kam die schnelle Hilfe des Landkreises, was Schlimmeres vermieden hat", erzählt Voß.

Doch der Blick ist bereits nach vorn gerichtet. Nach Pfingsten, am 10. Juni, sollen die Musikschüler wieder in das Haus Mubi zurückkehren. Ein Wiedereröffnungskonzert ist am 27. Juni geplant. "Wir mussten wegen der Havarie unser Frühlingskonzert ausfallen lassen. Das holen wir jetzt erweitert nach", erzählt Voß. Mit dabei sein werden der Burger Handwerkerchor, der Gospelchor der Kreismusikschule sowie die Big Band und verschiedene Solisten. Ab 18 Uhr soll die die 90-minütige Veranstaltung beginnen. "Der Eintritt ist frei", versichert der Musikschulleiter. Des Weiteren weist Rainer Voß auf die am 18. Juli stattfindenden Prüfungen für Instrumentalisten hin. "Dort gibt es Zeugnisse, die überall anerkannt werden. Für jeden, der eine musikalische anstrebt, ein Muss."