Auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow wurden Nistkästen für die Fledermäuse bereitgestellt. Die Arbeiten wurden am nationalen Umwelttag im Verbund mit einem Naturschutztag ausgeführt.

Dörnitz/Altengrabow l "Die Idee zu dieser Aktion kam uns durch die Umstrukturierung des Truppenübungsplatzes", erzählt Stabsfeldwebel Peter Trapp, der auch Leiter des Umwelt- und Naturschutztages ist. "Und eigentlich haben wir hier jeden Tag einen Umwelttag, weil wir jeden Tag Schießbetrieb haben." Durch die Abholzung von Bäumen fehlen den Fledermäusen geeignete Bäume, an denen sie sich niederlassen können.

Mit im Boot bei dieser Aktion für die Fledermäuse waren die Geländebetreuung/Dienstleistungszentrum für den Truppenübungsplatz und das Forstrevier Gloinetal mit Forstamtmann Klaus-Dieter Doerks und die Auszubildenden des ersten bis dritten Lehrjahres.

Die Forst-Azubis haben in ihrer Lehrwerkstatt neun Nistkästen zugeschnitten und zusammengebaut. Vier Nistkästen steuerte das Dienstleistungszentrum Altengrabow bei. Den Holzbetonnistkasten mit einem Gewicht von rund 15 Kilogramm sowie einer Breite von 30 Zentimetern und einer Höhe von 60 Zentimetern, der am alten Wasserwerk angebracht wurde, spendete die Bundesforst. Er bietet Platz für die Wochenstube einer Fledermauskolonie.

"Die Fledermäuse ziehen gerne mal um"

"Die Fledermäuse, von denen wir eine Vielzahl auf dem Truppenübungsplatz haben, bevorzugen kleinere Baumgruppen mit mehreren Nistkästen", weiß Forstrevierleiter Klaus-Dieter Doerks. "Denn die Fledermäuse ziehen gerne mal um." Außerdem sollte der ausgewählte Standort möglichst sonnig sein. Die Nistkästen müssen dicht sein, deshalb werden sie auch verleimt. Klaus-Dieter Doerks: "Mit der Kreissäge haben die Auszubildenden nach dem Zusammenbauen Rillen in die Oberfläche des Nistkastens gezogen. Darauf krabbeln die Fledermäuse dann nach oben zum Eingang." Die Nistkästen sind unten offen, damit der Kot rausfallen kann.

Daran ist später auch zu erkennen, ob sich Fledermäuse in dem Nistkasten befinden. "So müssen wir die nachtaktiven Tiere nicht stören und wissen trotzdem, dass sie einen Nistkasten angenommen haben", erklärt Klaus-Dieter Doerks.

Baumgruppe muss Freiraum bieten

Bei der Auswahl der Baumgruppe müsse auch darauf geachtet werden, dass diese in einem Umkreis von rund zwei Metern frei ist, damit die Tiere diese gut anfliegen können. Die Nistkästen selber werden in einer Höhe von fünf bis acht Metern Höhe an der Südseite von Bäumen angebracht.

Tatkräftige Unterstützung erfuhr das Forstrevier Gloinetal durch die Geländebetreuung des Truppenübungsplatzes. Sie stellte die benötigte Hebebühne zur Verfügung. Klaus-Dieter Doerks gegenüber der Volksstimme: "Hier können die Auszubildenden auch gleich ihre Kenntnisse und den Umgang mit einer Hebebühne zeigen und demonstrieren." Und schwindelfrei müssen sie bei Höhen von acht Metern und manchmal auch mehr auch noch sein.

   

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