Vor zwei Wochen hat die Burger Schützengilde ihre Könige ausgeschossen. Jetzt durften sie sich ins Ehrenbuch der Stadt Burg eintragen. Danach wartete ein buntes Programm beim 24. Schützenfest, obwohl die Strecke des Umzugs dieses Mal länger ausfallen musste.

Burg l Für die richtige Atmosphäre sorgte die Reading Scotish Pipe Band, die den Empfang einleitete. Bürgermeister Jörg Rehbaum empfing die Burger Schützengilde erstmals im Konferenzraum der Burger Stadthalle. "Aus Brandschutzgründen können wir solche großen Gruppen nicht mehr im Rathaus empfangen, weil dort ein zweiter Fluchtweg fehlt", erklärte der Bürgermeister. Im nächsten Jahr solle das wieder anders sein. Anlass des Empfangs war der Eintrag der neuen Schützenkönige (siehe Infokasten) ins Ehrenbuch der Stadt Burg. "Der Verein ist 200 Jahre alt und hat es verdient, so gewürdigt zu werden", betonte Rehbaum. Swinda Eggert, Vorsitzende der Schützengilde: "Uns erfüllt das mit Stolz."

Erstmals Schützenkönig wurde Sebastian Weiß. "Das kam auf jeden Fall überraschend", sagte er. Über seine Frau sei er zum Schießsport gekommen, und es sei eine willkommene Abwechslung zum Beruf. Um ein guter Schütze zu werden, gehört vor allem Können, aber auch "eine ganze Menge Glück dazu", so der neue Schützenkönig. Für Yvonne Schalk war es nach eigenen Abgaben bereits der fünfte Titel. "Es gehört viel Geschick dazu. Je länger man dabei ist, desto mehr lernt man", sagte sie. Seit 1995 ist sie Mitglied in der Burger Schützengilde. Für sie bedeutet der Sport "Ausgleich, Ruhe und Spaß".

Anschließend setzte sich die Schützengilde mit der Pipe Band, dem Burger Spielmannszug sowie dem Hundesportverein Burg zu Fuß in Bewegung. Der Umzug führte von der Stadthalle über die Schartauer Straße und Franzosenstraße zur Koloniestraße und von dort zum Schießstand. "Für uns ist das natürlich der jährliche Höhepunkt", sagte Eggert.

Beim 24. Schützenfest war die Resonanz sehr groß, vor allem für Kinder und zum Ausprobieren wurde vieles aufgebaut. Nicht nur mit dem Kleinkaliber-Gewehr, sondern auch mit Luftdruckgewehr, Bogen oder Armbrust konnte geschossen werden. Des Weiteren zeigte der Hundesportverein eine kleine Vorführung.

Zurzeit hat der Verein 60 Mitglieder. "Wir pendeln uns bei dieser Zahl immer ein, uns wird es aber noch lange geben", sagte Eggert. Jörg Rehbaum hofft auf ein erfolgreiches Regierungsjahr. "Ich wünsche Ihnen, dass sie immer ins Schwarze treffen."

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