Schweinitz l Mit der Beteiligung waren die Organisatoren zufrieden. "Es ist eine gut besuchte Veranstaltung", freute sich Eberhard Hellmuth, Ausbildungsleiter der Kreisjägerschaft Magdeburg. Seit dem Jahr 2006 veranstaltet die Kreisjägerschaft die Veranstaltung, die nicht nur bei Jungjägern beliebt ist.

Mit dem Tag der offenen Tür auf dem optimal ausgestatteten Schießplatz zwischen Schweinitz und Loburg wollten die Initiatoren nicht nur die Gemeinschaft der Jagdgenossen und Jungjäger festigen sondern auch Öffentlichkeitsarbeit betreiben.

Attraktive Angebote gab es reichlich: So konnte man sich die Arbeiten des Magdeburger Tierpräparators Ronny Winn ansehen oder die Geschicklichkeitsarbeiten von Helmut Genth. Für Kinder gab es die Möglichkeit, vorgefertigte Nistkästen zusammenzusetzen.

Schwarzwildgatter und Falknerei vorgestellt

Besonders für Hundeführer war das Schwarzwildgatter von Interesse. Hier werden Jagdhunde an den Kontakt mit Wildschweinen gewöhnt.

Eine ganz besondere Form der Jagd ist die Falknerei. Um diesen Umgang mit Falke, Habicht und Co. den interessierten Gästen näher zu bringen, waren Gerhard Teubner und andere Falkner des des Verbandes deutscher Falkner vor Ort. Dabei räumten die Falkner auch mit Missverständnissen auf. "Wir gehen nicht auf die Jagd auf Tauben", so Gerhard Teuber. "Das ist für die Vögel zu anstrengend und für die Falkner zu teuer, um die Falken zurückzubekommen. Denn Tauben sind gute Langstreckenflieger."

Wer sich der Beizjagd verschreiben möchte, muss zunächst einen Jagdschein ablegen, um danach eine Falknerprüfung zu absolvieren. Wer sich danach einen eigenen Falken zulegen möchte, muss mit Kosten nicht unter 500 Euro rechnen. Und mehr noch: "Wer sich der Falknerei verschreibt, wählt ein zeitintensives Hobby", gab Gerhard Teubner einer Gruppe von Jungjägern am Sonnabend mit auf den Weg.

Ausklang am Abend mit Disco und Jagdhornklängen

Nach den Stunden auf dem Schießplatz Schweinitz wurde der gesellige Teil des Abends nach Schweinitz in die Wildgaststätte Ehlequell verlegt.

Statt Zielen auf Tontauben und "Laufender Keiler" wurden nun "Krummes Rohr" geschossen und wesentlich gemächlichere Kegelkugeln geschoben. Bevor danach zu Discomusik getanzt werden konnte, erinnerten die Jagdhornbläser aus Roßlau daran, wie sich die Jagd auch anhören kann.

Der nächste Jagdschein-Lehrgang der Kreisjägerschaft Magdeburg startet am 28. August. Informationen und Anmeldungen sind auch weiterhin noch möglich bei Ausbilder Eberhard Hellmuth unter der Telefonnummer 0172 / 874 016 6